Karl Gottlob Schönherr

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Altarbild der Christuskirche Bischofswerda

Karl Gottlob Schönherr (* 15. August (od. 17.) 1824 in Lengefeld; † 9. Juli 1906 in Dresden) war ein Historienmaler.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Schönherr wurde als Sohn eines Schuhmachermeisters geboren. 1839 erhielt er die Immatrikulation an der Dresdner Kunstakademie.[1] Schönherr musste sein Studium selbst finanzieren. Er lernte bei Julius Hübner und Eduard Bendemann. Für seine Leistungen wurde er mit einem Reisestipendium nach Rom ausgezeichnet.

In seinen künstlerischen Arbeiten thematisierte Schönherr vorrangig religiöse Themen. 1844 stellte er erstmals auf einer Dresdner akademischen Kunstausstellung aus ("Glaube, Liebe, Hoffnung") und war danach regelmäßig vertreten. Ab 1857 lehrte er an der Kunstakademie, ab 1864 als Professor. Zu seinen Schülern zählten Osmar Schindler und Robert Sterl. Schönherr wohnte zu jener Zeit Obere Vorwerkstraße 2.[2] 1888 wurde er zum Mitglied des akademischen Rates gewählt. Zuletzt wohnte Schönherr Albrechtstraße 24.[3]

[Bearbeiten] Werke

Für die Matthäuskirche schuf Schönherr um 1890 das Altarbild "Christus am Kreuz" und klein darunter "Das Abendmahl". Weitere Altarbilder finden sich in der Begräbniskapelle Lössnitz bei Zwickau, in Oberoderwitz, in Cherson/Russland, in Etzdorf und in Bischofswerda. Für das Polytechnikum in Zürich schuf er Wandbilder.

Die Gemäldegalerie erwarb 1854 aus Mitteln der Lindenau-Stiftung "Petrus die Tabea erweckend" [4] und 1889 aus Mitteln der Pröll-Heuer-Stiftung "Petrus Forschegrund".[5] Das Dresdner Bild "Petrus Forschegrund" (Tempera auf Leinwand) ist während der Bombardierung der Stadt verbrannt.[6]

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Kunstakademie Dresden - Studentenordnung 1778-2012, Immatrikulationen im Bereich der bildenden Kunst anhand der archivierten Matrikelbücher der heutigen Hochschule für Bildende Künste Dresden
  2. Adressbuch der Stadt Dresden, 1868
  3. Adressbuch der Stadt Dresden, 1904
  4. Petrus die Tabea erweckend
  5. Petrus Forschegrund im Kupferstichkabinett Braunschweig
  6. Gertrud Rudloff-Hille: "Die Dresdner Galerie". Henschelverlag Berlin, 1957
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