Karl Adolph Caesar

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Karl Adolph Caesar, auch Carl Adolph Cäsar (* 12. April 1744 in Dresden; † 13. Januar 1811 in Leipzig) war ein deutscher Philosoph und Hochschullehrer sowie mehrfacher Rektor der Universität Leipzig.

[Bearbeiten] Familie

Karl Adolph Caesar war der Sohn des damaligen königlich-sächsischen Oberzeugschreibers und späteren Oberkriegskommissars Johann Karl Caesar (17101780) und dessen Ehefrau Johanna Juliana Caesar. Seine Mutter war bereits seit April 1747 Hausbesitzerin des Cäsarschen Hauses in der Schössergasse/ Ecke Sporergasse in Dresden. Sein Vater war ein enger Vertrauter des Grafen Brühl. August III. schenkte den Pulverturm zu Dresden je zur Hälfte den Oberlandbaumeister Johann Christoph Knöffel und Caesars Vater, Johann Karl. Diese ließen den Turm 1744 abreißen und Knöffel errichtete an seiner Stelle 1745/ 1746 das Cäsar- und Knöffelsche Haus in der Salzgasse, zwei fünfgeschossige Gebäude,[1] in dem nach dem Umbau zum Coselpalais u. a. Canaletto zu Gast war.[2] Ab 1770 war sein Vater auch Eigentümer der Militäroberamtsziegelscheune in Dresden.[3]

Caesar hatte noch folgende bekannte Geschwister:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Caesar lernte zunächst am Gymnasium in Görlitz und studierte dann an der Universität Leipzig, wo er 1769 Magister wurde. Nachdem er einige Jahre als Erzieher zweier adliger Söhne gearbeitet hatte, wurde er am 7. Januar 1778 zum außerordentlichen Professor für Philosophie an der Universität Leipzig berufen. Am 23. Dezember 1786 wurde er zum ordentlichen Professor der praktischen Philosophie ernannt, seit dem 4. März 1789 war er ordentlicher Professor für Organi Aristotelici. Jeweils in den Sommersemestern 1793, 1799, 1803 und 1807 war er Rektor der Universität Leipzig. Er war außerdem Mitglied des "Großen Fürstenkollegiums". Er wohnte zuletzt in Leipzig im Paulinum.[6]

Caesar wirkte auch als Übersetzer philosophischer Schriften aus der französischen und italienischen Sprache ins Deutsche.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Coselpalais”
  2. Raimund Herz: Auf Bellottos Spuren im Coselpalais Dresden, Online-pdf auf www.carl-heinrich-von-heineken.de
  3. Datensatz im Hauptstaatsarchiv Sachsen, Amt Dresden, Bestand 10047
  4. Königlich Sächsischer Hof-, Civil- und Militär-Staat: im Jahre 1826, Digitalisat auf Google Books, S. 80
  5. Adressbuch Dresden 1797, SLUB, S. 84
  6. Leipziger Adreß-Kalender 1811, SLUB, S. 67

[Bearbeiten] Weblinks

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