Julius Blohm

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Karl Julius Amadeus Blohm, auch Carl Julius Amadeus Blohm (* 1845; † 1927 in Dresden)[1] war ein königlich-sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants a.D. (außer Dienst).

[Bearbeiten] Familie

Karl Julius Amadeus Blohm entstammte der Familie Blohm, deren Mitglieder vielfach eine militärische Laufbahn einschlugen. Er war der Sohn des Obergerichtsanwalts und Rittergutsbesitzers Blohm und dessen Ehefrau Auguste († 1883).[2] Julius hatte noch folgende Geschwister, die ebenfalls Offiziere wurden:

Julius' Sohn Hans Georg Amadeus Blohm († 19. Juni 1939 in Freiburg/ Breisgau) war zuletzt Chef der Hofhaltung des Prinzen Johann Georg.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Julius Blohm ist erstmals 1870 im Dresdner Adressbuch als Premierleutnant bei der 1. Kompanie des königlich-sächsischen Schützenregiments Nr. 108 verzeichnet und wohnte zu dieser Zeit in der Dresdner Neustadt am Neustädter Markt 11.[5] Er nahm 1870/71 am Deutsch-Französischen Krieg teil, wo er mit dem Eisernen Kreuz ausgezeichnet wurde und ließ sich anschließend wieder in Dresden am Niedergraben 1b nieder.[6] 1872 zog er an den Alaunplatz in unmittelbarer Nähe der Neuen Schützenkaserne. 1873 wurde Blohm zum Hauptmann befördert und zog in eine Erdgeschosswohnung in der Löbauer Straße 15.[7] 1876 zog er in die Kurfürstenstraße 30,[8] 1880 in die Radeberger Straße 20 [9] und 1882 in die Bautzner Straße 20.[10]

1884 wurde Blohm zum Major befördert [11] und blieb noch bis 1886 im Schützenregiment. Danach wurde Blohm nach Leipzig versetzt, wo er Bataillonskommandeur im X. königlich-sächsischen Infanterieregiment Nr. 134 wurde. In Leipzig wohnte er in der Jakobstraße 2.[12] 1889 wurde Blohm in den Rang eines Oberstleutnants befördert.[13] 1891 kehrte Blohm kurzzeitig nach Dresden zurück, wo er ein Jahr lang als Kommandeur des 2. Königlich Sächsischen Jäger-Bataillons Nr. 13 fungierte. Er zog wieder in die Bautzner Straße, diesmal in die Hausnummer 12.[14] 1892 wurde Blohm zum Oberst befördert, ging wieder nach Leipzig, diesmal in die dortige Zentralstraße 7 und übernahm als Kommandeur das VII. königlich-sächsische Infanterieregiment Nr. 106.[15]

1894 wurde Blohm mit der Führung des königlich-sächsischen Schützenregiments Nr. 108 in Dresden beauftragt und zog hier in die Melanchthonstraße 18, wo er mit seiner Familie das erste und zweite Obergeschoss bezog.[16] In dieser Dienststellung blieb er bis 1896. Im gleichen Jahr wurde Blohm zum Generalmajor und zum Kommandeur der 5. königlich-sächsischen Infanterie Brigade Nr. 63 ernannt.[17] 1898 wurde Blohm in den vorläufigen Ruhestand im Rang eines Generalmajors z.D. (zur Disposition) gesetzt und erhielt gleichzeitig noch das Komturkreuz des Verdienstordens. Am 1. April 1899 zog er in die Königstraße 9,[18] zwei Jahre später am genau dengleichen Tag in die Jägerstraße 18.[19] 1909 wurde Blohm noch in den Rang eines Generalleutnants z.D. befördert. Mit dieser Beförderung durfte er auch den Ehrentitel "Exzellenz" tragen.[20]

Julius Blohm starb im Alter von 82 Jahren und wurde auf dem Dresdner Nordfriedhof begraben. Das Grab ist erhalten.

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

  • Königlich-sächsisches Dienstauszeichnungskreuz
  • Königlich-Preußischer Kronenorden 3. Klasse

[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Benutzer:Paulae/Grabstätten”
  2. Letztmalig im Adressbuch Dresden 1883, SLUB, S. 57
  3. Letztmalig im Dresdner Adressbuch 1901], SLUB, S. 163
  4. Adressbuch Zwickau 1890, SLUB, S. 214
  5. Adressbuch Dresden 1870, SLUB, S. 43
  6. Adressbuch Dresden 1872, SLUB, S. 42
  7. Adressbuch Dresden 1874, SLUB, S. 47
  8. Adressbuch Dresden 1877, SLUB, S. 50
  9. Adressbuch Dresden 1881, SLUB, S. 62
  10. Adressbuch Dresden 1883, SLUB, S. 57
  11. Adressbuch Dresden 1885, SLUB, S. 63
  12. Adressbuch Leipzig 1887, SLUB, S. 115
  13. Adressbuch Leipzig 1890, SLUB, S. 136
  14. Adressbuch Dresden 1892, SLUB, S. 84
  15. Adressbuch Leipzig 1893, SLUB, S. 148
  16. Adressbuch Dresden 1895, SLUB, S. 105
  17. Adressbuch Dresden 1897, SLUB, S. 82
  18. Adressbuch Dresden 1899, SLUB, S. 160
  19. Adressbuch Dresden 1901, SLUB, S. 163
  20. Adressbuch Dresden 1910, SLUB, S. 177
  21. Schwedischer Staatskalender 1877 auf runeberg.org
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