Joseph Seconda

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Joseph Seconda
Linckesches Bad mit Blick über die Elbe auf Antons Garten

Joseph Seconda (* vermutl. 17. Mai 1761 in Dresden; † 14. Juni 1820 in Leipzig)[1] war der Leiter der Deutschen Operngesellschaft.

Der Sohn eines italienischen Delikatessenhändlers arbeitete eng mit seinem Bruder Franz Seconda und dessen Unternehmen, dem Dresdner Hofschauspiel, zusammen, wobei beide Truppen stets zwischen Leipzig, Dresden und Prag pendelten. Entstanden waren die beiden Ensembles in der Nachfolge von Johann Christian Brandes und Pasquale Bondini, die zur Zeit des bayerischen Erbfolgekriegs als Entschädigung für die in Dresden ausfallenden Vorstellungen auch in Leipzig spielen durften.

Am 27. Juni 1813 trat die Gesellschaft mit Mozarts "Don Juan" zum ersten Mal in Dresden auf. Sie stand seit jenem Jahr unter der Leitung von E.T.A Hoffmann, 1816 übernahm Friedrich Christian Hermann Uber die Stelle des Kapellmeisters. Zum Repertoire der Gesellschaft gehörten fast ausschließlich Opern. Darunter befanden sich die größten deutschen Werke wie »Don Juan«, »Figaro«, »Opferfest« etc. (u. a. auch Webers »Sylvana«). Auftreten durfte man nur im kleinen Theater außerhalb des »Schwarzen Thors«, am »Linke'schen Bade«. Im Widerstreit zwischen deutscher und italienischer Oper war es keinem Musiker der Hofkapelle bzw. Hofoper unter Francesco Morlacchi gestattet, bei Joseph Seconda aufzutreten.[2] Diese Einschränkungen bewirkten, dass die deutsche Oper erst mit Carl Maria von Weber zum Durchbruch kam.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Carl Maria von Weber Gesamtausgabe
  2. Herbert Zeißig: Eine Deutsche Zeitung. 200 Jahre Dresdner Anzeiger, Dresden 1930

[Bearbeiten] Weblinks

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