Johannesstraße

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Ruine der Mohrenapotheke

Die Johannesstraße, einstmals auch als Johannesgasse bezeichnet, befand sich zwischen Innerer Altstadt und der Pirnaischen Vorstadt etwa im Verlauf der heutigen St. Petersburger Straße zwischen Georgplatz und Pirnaischem Platz.

[Bearbeiten] Geschichte

Zum Ende des 18. Jahrhunderts nannte man den Teil des alten Weges An der Contrescarpe (contre escarpe kommt aus dem Französischen und meint den äußeren Grabenrand bei Befestigungen), der zwischen dem Waisenhaus (1903 abgebrochen) und der Äußeren Rampischen Gasse lag, Am Festungsgraben vor dem Pirnaischem Tore. Im Jahr 1815 erhielt er die Benennung Johannisgasse, weil er an der 1861 abgerissenen Johanniskirche samt Friedhof vorüber führte. Seit 1840 wurde der Name nur für den Straßenteil zwischen dem Stadtwaisenhaus und dem Pirnaischen Platz gebraucht. 1862 erhielt er die Bezeichnung Johannisstraße, seit 1872 dann endgültig Johannesstraße[1]. Im Zuge des Wiederaufbaus in den Nachkriegsjahren ging die Johannesstraße dann in die Leningrader Straße ein.

[Bearbeiten] Adressen

Während seiner Dresdner Zeit als Dramaturg an der Hofoper wohnte der Schriftsteller und Publizist Karl Gutzkow in der Johannisgasse Nr. 1, II. Stock[2]. In der Nr. 1a (die spätere Nr. 17 ?), Erdgeschoß, hatte Ludwig Richter († 19. Juni 1884) seine letzte Wohnung[3]. Die FLORA hatte von 1881 bis 1912 ihr Büro in der Johannesstraße. In der Nr. 23 befand sich die Mohren-Apotheke[4]. In Nr. 21 befand sich zumindest 1918 das "Spezial-Geschäft für Berg- und Wintersport" von Ernst Karnagel, im gleichen Haus befand sich Gustav Karnagels Geschäftstelle des Sächsischen Bergsteiger-Bundes e. V. [5].

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18., S. 66
  2. Adreß- und Geschäftshandbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden, 1850
  3. Aufnahmen des Sterbehauses Ludwig Richters bei der Deutschen Fotothek
  4. Adreßbuch der Gau- und Landeshauptstadt Dresden, 1943/44
  5. Bergheil. Liederbuch des Sächsischen Bergsteiger-Bundes. Dritte Auflage (7. u. 8. Tausend). Preis M. 2.50. Selbstverlag: Sächsischer Bergsteiger-Bund (e. V.), Geschäftsstelle: Dresden-A.[ltstadt], Johannesstr. 21. Fernsprecher 12345

[Bearbeiten] Weblinks

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