Johann Gottlob Hauptmann

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Johann Gottlob Hauptmann (* 1755 in Dresden; † 1813 ebenda) war ein Architekt, Professor der Kunstakademie und zuletzt königlich-sächsischer Oberlandbaumeister.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Johann Gottlob Hauptmann wurde 1755 in Dresden geboren und brachte sich das Malen und Zeichnen als Autodidakt selbst bei. Er studierte Mathematik und Architektur und war ein Schüler des kursächsischen Oberlandbaumeisters Christian Friedrich Exner. 1778 wurde Hauptmann zum kursächsischen "Hofcondukteur" berufen. Im Kurfürstentum Sachsen war dies eine Berufsbezeichnung für einen Gehilfen bei Vermessungs- und Zeichenarbeiten. In diesem Amt war er bei verschiedenen Reparaturen, aber auch bei Neubauten zuständig, entsprechende "Decorationswerke zu besorgen"[1], z.B. beim Dresdner Finanzhaus.

1801 wurde Hauptmann als Nachfolger von Christian Traugott Weinlig zum kurfürstlich-sächsischen Oberlandbaumeister berufen. Seine erste große Arbeit war zusammen mit Johann Daniel Schade die Neugestaltung der Fasanerie mit dem Fasanenschlösschen in Moritzburg. 1802 bis 1804 erfolgte der Umbau des ehemaligen Opernhauses von Wolf Caspar von Klengel zum Hauptstaatsarchiv am Schloss. Im Juli 1807 war er bei den Feierlichkeiten zum Besuch von Kaiser Napoleon Bonaparte in Dresden zugegen. Ab 1811 veröffentlicht er umfangreiche Pläne zur Umgestaltung der Stadt Dresden, unter anderem mit der Planung der Terrassentreppe und des Bautzner Platzes in der späteren Antonstadt. Seine letzte Tätigkeit war der Wiederaufbau der Augustusbrücke nach der 1813 erfolgten Sprengung im Napoleonischen Befreiungskrieg.

1797 wohnt Johann Gottlob Hauptmann als königlicher Hofkondukteur im Dritten Stadtviertel in der Inneren Altstadt zwischen der Großen Frauengasse und dem Neumarkt im Haus Nr. 404 [2]. Noch 1831 ist seine Ehefrau und spätere Witwe Luise in der Seegasse 34 im Adressbuch von Dresden verzeichnet [3].

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Allgemeines Künstlerlexikon - online pdf], II. Teil, Drell, Füßli und Compagnie, Zürich, 1806. S. 521
  2. Dresden zur zweckmäßigen Kenntniß seiner Häuser und deren Bewohner 1797, S. 97
  3. Dresdner Adress-Kalender 1831, Seite 103 auf www.genealogy.net

[Bearbeiten] Literatur

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