Johann Gottlob Hauptmann

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Johann Gottlob Hauptmann (* 28. Oktober 1755 in Dresden; † 29. Oktober 1813 ebenda) war ein sächsischer Architekt und Baumeister, zuletzt als königlich-sächsischer Oberlandbaumeister und Professor der Kunstakademie.

[Bearbeiten] Familie

Johann Gottlob Hauptmann heiratete am 13. September 1789 in Weißig bei Dresden Louise Salomé geb. Sachs (* 9. Dezember 1761 in Genf/ Schweiz; † 15. Oktober 1832 in Dresden). Das Paar hatte folgende Kinder:

1831 ist Hauptmanns Witwe Luise in der Seegasse 34 im Adressbuch von Dresden verzeichnet.[1]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Johann Gottlob Hauptmann wurde 1755 in Dresden geboren und brachte sich das Malen und Zeichnen als Autodidakt selbst bei. Er studierte Mathematik und Architektur und war ein Schüler des kursächsischen Oberlandbaumeisters Christian Friedrich Exner.

1778 wurde Hauptmann zum kursächsischen "Hofcondukteur" berufen. Als solcher ist er im Dritten Stadtviertel in der Inneren Altstadt zwischen der Großen Frauengasse und dem Neumarkt im Haus Nr. 404 im Dresdner Adressbuch verzeichnet.[2] Im Kurfürstentum Sachsen war ein Hofkondukteur eine Berufsbezeichnung für einen Gehilfen bei Vermessungs- und Zeichenarbeiten. In diesem Amt war er bei verschiedenen Reparaturen, aber auch bei Neubauten zuständig, entsprechende "Decorationswerke zu besorgen"[3], z.B. beim Dresdner Finanzhaus. Seine erste große Arbeit war 1783 die Umgestaltung des ehemaligen Finanzhauses für die neue Bestimmung als Generalhauptkasse.[4]

1801 wurde Hauptmann als Nachfolger von Christian Traugott Weinlig zum kurfürstlich-sächsischen Oberlandbaumeister berufen. Als solcher gestaltete er zusammen mit Johann Daniel Schade die Fasanerie mit dem Fasanenschlösschen in Moritzburg neu. 1802 bis 1804 erfolgte der Umbau des ehemaligen Ball- und Opernhauses von Wolf Caspar von Klengel zum Hauptstaatsarchiv am Schloss. Im Juli 1807 war er bei den Feierlichkeiten zum Besuch von Kaiser Napoleon Bonaparte in Dresden zugegen. Ab 1811 veröffentlicht er umfangreiche Pläne zur Umgestaltung der Stadt Dresden, unter anderem mit der Planung der Terrassentreppe und des Bautzner Platzes in der späteren Antonstadt. Seine letzte Tätigkeit war der Wiederaufbau der Augustusbrücke nach der 1813 erfolgten Sprengung im Napoleonischen Befreiungskrieg.

Nach Hauptmanns Tod wurde seine Bibliothek 1814 vom russischen Generalgouverneur Fürst Repnin für 4.000 Taler erworben und der Kunstakademie geschenkt. Diese Bücher tragen bis heute das Exlibris Hauptmanns. Sie waren der erste bedeutende Zugang der Bibliothek der Akademie.[5]

[Bearbeiten] Literatur

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Dresdner Adress-Kalender 1831, Seite 103 auf www.genealogy.net
  2. Dresden zur zweckmäßigen Kenntniß seiner Häuser und deren Bewohner 1797, S. 97
  3. Allgemeines Künstlerlexikon - online pdf], II. Teil, Drell, Füßli und Compagnie, Zürich, 1806. S. 521
  4. Vollmer: Allgemeines Lexikon der bildenden Künstler, Bd. 16, Leipzig 1923
  5. Christa Seifert: Zur Geschichte der Sammlung, in: Dresden, von der königlichen Kunstakademie zur Hochschule für bildende Künste (1764-1989), Verlag d. Kunst, Dresden 1990
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