Horst Krampe

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Prof. Dr.-Ing. habil. Horst Krampe (* 14. Januar 1935 in Saathain, Röderland/ Brandenburg) ist ein deutscher Verkehrswissenschaftler und -ingenieur und war ein langjähriger ordentlicher Professor an der Hochschule für Verkehrswesen (HfV) in Dresden.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Nach seinem erfolgreich bestandenen Abitur studierte Horst Krampe an der Hochschule für Verkehrswesen in Dresden. Danach ging er zuerst in die Industrie und sammelte dort einige Zeit Erfahrungen im Werksverkehr, ging jedoch als Assistent an die HfV zurück und promovierte dort 1964. Nach seiner Promotion ging Krampe abermals zurück in die Wirtschaft und wurde schließlich 1971 als Dozent für Industrieverkehr an die Verkehrshochschule nach Dresden berufen, wo er auf dem Gebiet der Technologie des innerbetrieblichen Transports, Umschlags und Lagerwesens sowie später der Logistik am Institut von Professor Gerhart Potthoff unterrichtete und forschte.[1] 1973 habilierte er und wurde 1977 zum ordentlichen Professor für innerbetrieblichen Transport und Lagerwesen im Studiengang für Transporttechnologie und Logistik berufen.

Horst Krampe hatte maßgeblichen Anteil am Aufbau der Fachrichtung Transportlogistik, gründete 1988 die Sektion Transporttechnologie und war Initiator der gleichnamigen Grundstudienrichtung. Parallel dazu war er Vorsitzender des Wissenschaftlichen Beirates „Verkehrsingenieurwesen“ im Hoch- und Fachschulwesen der DDR. Krampe übernahm 1978 als Direktor auch die Leitung der Sektion Technische Verkehrskybernetik, die später in die Sektion Transporttechnologie umbenannt wurde und leitete ebenfalls das Institut für Materialfluss und Logistik. Seine Forschungs- und Lehrgebiete konzentrierten sich auf den Eisenbahngütertransport, den Materialfluss sowie die Modellierung und Simulation logistischer Prozesse. Für seine Forschungs- und Lehrtätigkeit wurde Professor Krampe mit dem Vaterländischen Verdienstorden der DDR in Bronze, das Forschungsteam unter seiner Leitung sogar mit dem Vaterländischen Verdienstorden in Gold sowie mit dem Banner der Arbeit der DDR in der Stufe III ausgezeichnet.

Nach der Auflösung der Hochschule für Verkehrswesen und der Übernahme der Fakultät an die Technische Universität Dresden war Horst Krampe als Chefberater beim Kompetenzzentrum für Logistik der CSC Ploenzke AG in Dresden tätig. Er war Mitglied mehrerer Fachgremien, Aufsichtsratmitglied von TAKRAF und Beiratsmitglied der Bundesvereinigung Logistik e.V. in Deutschland. Von 1977 bis 2003 war Krampe ebenfalls Mitglied im Redaktionsbeirat der Zeitschrift „Hebezeuge und Fördermittel“ und war zeitweise deren Sprecher. Zum 70. Geburtstag im Jahr 2005 wurde sein Wirken auch in der Deutschen Logistik-Zeitung (DVZ) gewürdigt.[2]

Neben seiner wissenschaftlichen Arbeit in der Logistik veröffentlichte Horst Krampe auch Artikel zur Heimatforschung über das Röderland in Brandenburg.[3]

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

Horst Krampe veröffentlichte 15 Fachbücher und etwa 130 Artikel in der Fachpresse zum Thema Materialfluss und Logistik. Bekannte Bücher von ihm sind u.a.:

Horst Krampe war auch Herausgeber des umfangreichen, 6-bändigen Handbuchs für Eisenbahnbetriebsleiter sowie des Buches „Grundlagen der Logistik, Einführung in Theorie und Praxis logistischer Systeme“.[5][6][7]

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Historie des Lehrstuhls, Professur für Verkehrsströmungslehre auf tu-dresden.de
  2. Prof. Horst Krampe 70 Jahre in der DVZ, Genios Fachpresse, Archiv vom 11. Januar 2005
  3. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Haida (Röderland)”
  4. Arbeitsgemeinschaft für Heimatkunde in Bad Liebenwerda
  5. Lehrbücher auf www.awv-leipzig.de
  6. Grundlagen der Logistik, ISBN 3-937711-23-6 auf www.gbv.de
  7. Dateiensammlung zur HfV auf tu-dresden.de

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

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