Hermann Gottlob Friedrich Haberland

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Hermann Gottlob Friedrich Haberland (* 21. Juli 1837 in Naundorf bei Großenhain; † 21. Februar 1903 in Meran, heute Mirano/ Italien) war ein königlich-sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Hermann Gottlob Friedrich Haberland besuchte die königlich-sächsische Kadettenschule und ist erstmals im Adressbuch von Dresden 1859 als Artillerie-Leutnant verzeichnet. Zu dieser Zeit wohnte er in der Wiesenthorstraße 5.[1] 1865 zum Oberleutnant befördert, wohnte er nun zuerst in der Bautzner Straße 3, ab Ostern 1866 in der Hausnummer 14.[2] Nach dem Deutsch-Österreichischen Krieg 1866 diente er als Oberleutnant in der 10. Batterie des königlich-sächsischen Feld-Artillerie-Regiments und wurde für die Teilnahme am Krieg erstmals mit einer hohen militärischen Auszeichnung, dem österreichischen Militärverdienstkreuz geehrt.[3] 1868 wurde Haberland zum Hauptmann und Adjutanten beim Festungs-Artillerie-Regiment befördert.[4] Ab 1874 wurde er ins 2. Feld-Artillerie-Regiment Nr. 28 versetzt,[5] wo er 1876 zum Major befördert wurde.[6]

1888 ist Haberland als Oberst und Kommandeur des 1. Feld-Artillerie-Regiments Nr. 12 verzeichnet.[7] Im gleichen Jahr zog er noch in die Glacisstraße 15c um.[8] Ein Jahr später erhielt er erstmals einen hohen preußischen Militärorden, den Roten Adlerorden.[9] 1891 wurde Haberland zum Generalmajor ernannt. Er blieb Kommandeur in der inzwischen zur Artillerie-Brigade Nr. 12 hochgestuften Militäreinheit.[10] 1892 noch mit dem sächsischen Albrechts-Orden ausgezeichnet,[11] wurde er ein Jahr später pensioniert und schied als Generalleutnant z.D. (zur Disposition) aus dem aktiven Militärdienst in der königlich-sächsischen Armee aus. Mit der Beförderung zum Generalleutnant durften er und seine Ehefrau auch den Ehrentitel "Excellenz" führen.[12]

Haberland zog am 1. April 1899 in die Radeberger Straße 5 um,[13] 1902 dann nochmals in die Löwenstraße 6,[14] wo er bis zuletzt wohnte. Er wurde auf dem Inneren Neustädter Friedhof beerdigt. Seine Witwe Agnes Helene Luise Elisabeth Haberland († 1904 in Dresden)[15] wohnte nach seinem Tod zusammen mit dem gemeinsamen Sohn, Dr. jur. Alfred Hermann Haberland (18651917), Oberregierungsrat und Vorstandsmitglied der Landesversicherungsanstalt des Königreiches Sachsen war, in der Wohnung in der Löwenstraße im ersten Obergeschoss.[16]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Adressbuch Dresden 1859, SLUB Dresden, S. 74
  2. Adressbuch Dresden 1866, SLUB Dresden, S. 110
  3. Adressbuch Dresden 1868, SLUB Dresden, S. 115
  4. Adressbuch Dresden 1869, SLUB Dresden, S. 108
  5. Adressbuch Dresden 1875, SLUB Dresden, S. 134
  6. Adressbuch Dresden 1877, SLUB Dresden, S. 142
  7. Adressbuch Dresden 1888, SLUB Dresden, S. 200
  8. Adressbuch Dresden 1889, SLUB Dresden, S. 206
  9. Adressbuch Dresden 1890, SLUB Dresden, S. 218
  10. Adressbuch Dresden 1892, SLUB Dresden, S. 240
  11. Adressbuch Dresden 1893, SLUB Dresden, S. 253
  12. Adressbuch Dresden 1894, SLUB Dresden, S. 260
  13. Adressbuch Dresden 1899, SLUB Dresden, S. 301
  14. Adressbuch Dresden 1903, SLUB Dresden, S. 342
  15. Letztmalig im Adressbuch Dresden 1904, SLUB Dresden, S. 391
  16. Adressbuch Dresden 1904, SLUB Dresden, S. 391
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