Helfenberger Grund

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Verzweigung.png Dieser Artikel behandelt das Tal Helfenberger Grund. Der Name steht ebenfalls für eine Straße dieses Namens: Helfenberger Grund.

Der Helfenberger Bach, oberhalb der Ortslage Helfenberg entspringend, durchschneidet die Dresdner Elbhänge in südwestlicher Richtung bis zur Mündung in die Elbe bei der Ortslage Niederpoyritz. Ansiedlung und Gewässer gaben diesem Einschnitt ihren Namen.

Durch mehrere Zuflüsse aus den Höhenlagen hatte der Bach im unteren Bereich schon frühzeitig eine wirtschaftliche Bedeutung. Die Wasserkraft im Helfenberger Grund ermöglichte die Errichtung und den Betrieb von Mühlen. Als (derzeit) frühster Mühlenbesitzer wurde Matthes Beer in Quellen genannt, der die Mühle und einen Weinberg in Helfenberg am 10. April 1621 für 607 fl. 3 gr. erwarb. 1667/1668 wurde die Mühle nach dem Tode des Vaters im Erbkauf an die Söhne weitergegeben. Die Mühle gehörte zum Besitz des Rittergutes Helfenberg und verbliebene Gebäudeteile wurden 1895 abgetragen. Im Laufe der Geschichte wurde die Mühle auch als Holz- und Papiermühle genutzt, bevor der Chemiker Eugen Dieterich 1869 das Anwesen kaufte und auf dem Grundstück (heute: Helfenberger Grund Nr. 8) ein Laboratorium die Chemische Fabrik Helfenberg einrichtete.

Nach der Gründung der DDR wurde die Firma in den 1950er Jahren verstaatlicht und in die Dresdner Kamerawerke VEB Pentacon (1965) eingegliedert. Während der weiteren Bewirtschaftung wurde der Erhalt der bauliche Substanz stark vernachlässigt. Mitte der 1990er Jahre begann eine grundlegende Sanierung und Rekonstruktion der historischen Gemäuer und des Geländes. Durch einen Investor konnte schrittweise ein Konzepte umgesetzt werden, welches das Areal für einen Kunst-, Design-, Wohn- und Dienstleistungsstandort als Basis für kreative Arbeit nutzbar machte.

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