Hans-Sachs-Straße

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Blick in die Hans-Sachs-Straße, Ecke Seumestraße
Naturdenkmal Gingkos
Hans Sachs auf einem Holzschnitt von Michael Ostendorfer

Die Hans-Sachs-Straße in Pieschen ist als Straße nicht durchführend: Der mit mehrgeschossigen Mietswohnhäusern bebaute Straßenzug beginnt an der Großenhainer Straße, quert die Seume- und Maxim-Gorki-Straße, endet zunächst an der Gartenanlage „Es geht weiter“ (gegründet in den 1920er Jahren), führt als Fußweg durch die Gartensparte und setzt sich dann von etwa Höhe Grimmaische Straße bis zur Döbelner Straße als Straße fort.

Seit 1896 ist die Straße benannt nach dem Schuhmacher, Schriftsteller und Komponist Hans Sachs.

[Bearbeiten] Geschichte

„Zählte 1834 das stadtnahe Weindorf Pieschen kaum 350 Seelen, so waren hier sechs Jahrzehnte später 15.325 Menschen zu Hause. Der nunmehrige Arbeiterwohnort Pieschen wurde am 30. Juli 1897 nach Dresden eingemeindet. Sein Straßennetz erfuhr bis zum Beginn des Ersten Weltkrieges (1914-1918) eine Erweiterung um zehn Straßen.“[1]

Dazu gehörte auch die Hans-Sachs-Straße.

[Bearbeiten] Naturdenkmal

Bemerkenswert ist, dass die Hans-Sachs-Straße wohl eine von wenigen Straßen in Sachsen ist, an der die in China beheimateten Ginkgo-Bäume stehen. In der freien Natur sind sie heute so gut wie ausgestorben. Im Jahre 1999 wurde der Baum wegen seiner Seltenheit zum Naturdenkmal erklärt.

[Bearbeiten] Namensgeber Hans Sachs

Der einfache, doch gebildete Schuhmacher Hans Sachs war einer der herausragenden Vertreter des weltlichen Meistersangs innerhalb der deutschen Literatur. Am 5. November 1494 als Sohn eines Schneidermeisters in Nürnberg geboren, lernte er den Schuhmacherberuf und begab sich bis 1516 auf die Wanderschaft. Zurück in Nürnberg, wurde er 1517 Meister der dortigen Meistersingerzunft und ab 1520 Schuhmachermeister. Hans Sachs, ein Befürworter der Reformation und Parteigänger Martin Luthers (1483-1546), hinterließ ein großes literarisches Werk. Er starb am 19. Januar 1576 in Nürnberg. Sein Leben und Schaffen diente Richard Wagner als Vorlage für seine Oper „Die Meistersinger von Nürnberg“ (1868).

[Bearbeiten] Quellen

  1. „Namenbuch der Straßen und Plätze im Norden der Stadt Dresden“, Dr. Karlheinz Kregelin (1931 – 2004), Manuskript 2000


[Bearbeiten] Weblinks

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