Gustav von Metzsch-Reichenbach

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Karl Heinrich Gustav von Metzsch-Reichenbach (* 4. März 1835 in Friesen bei Reichenbach/Vogtland; † 26. Februar 1900 in Dresden) war ein Wirklicher Geheimer Rat, königlich-sächsischer Kammerherr und Oberzeremonienmeister.

Metzsch war als Bevollmächtigter der fünf Schönburgischen Rezessherrschaften Mitglied des Sächsischen Landtags des Königreichs Sachsen in den Jahren 1887/88, 1889/90 sowie des Außerordentlichen Landtags von 1889. Als Rittergutsbesitzer auf Reichenbach und Friesen zu Oberlößnitz war er bis 1900 als auf Lebenszeit gewählter Abgeordneter der Rittergutsbesitzer verantwortlich für den Vogtländischen Kreis.

Am 29. Dezember 1899 erhielten die beiden Brüder Georg und Gustav von Metzsch in Dresden die königliche Genehmigung zur Führung des Namens von Metzsch-Reichenbach und Aufnahme des Wappens der Stadt Reichenbach in das Geschlechtswappen.[1]

[Bearbeiten] Familie

Gustav von Metzsch, aus dem vogtländisch-thüringischen Uradelsgeschlecht derer von Metzsch, wurde 1835 als Sohn des königlich-sächsischen Kammerherrn, Rittergutsbesitzer und Abgeordnetem der I. Kammer des sächsischen Landtages, Karl von Metzsch (18041880) und dessen Ehefrau Sylvia von Ende (18161894) im vogtländischen Friesen geboren. Sein jüngerer Bruder Georg von Metzsch-Reichenbach (18361927) war ein sächsischer Politiker, Innen- und Außenminister sowie Vorsitzender des Gesamtministeriums.

Gustav von Metzsch heiratete am 25. März 1863 [2] Emily Louisa Goschen (18411926), eine Tochter des Bankiers Wilhelm Heinrich Goschen (17931866) und dessen Ehefrau Henrietta Ohmann († 1895). Seine Frau Emily war eine Schwester der britischen Politiker George Joachim Goschen und Edward Goschen aus der Oberlößnitzer Kaufmannsfamilie Göschen. Deren Schwester Marion Goschen (18451877) heiratete in erster Ehe den Bruder von Gustav, Georg von Metzsch.

Gustavs Sohn Georg von Metzsch-Reichenbach (18641931) war königlich-sächsischer Kammerherr und Oberhofmarschall. Er konvertierte zum katholischen Glauben und eröffnete einen katholischen Zweig der Familie, unter dem u.a. der Bankier Alexander von Metzsch-Reichenbach (18921960) zu finden ist. Dessen Bruder Charles von Metzsch-Reichenbach (* 22. Januar 1864 in Leipzig; † 6. August 1908 in Pontresina), königlich-sächsischer Legations-Sekretär und Oberleutnant d.R. im königlich-sächsischen Gardereiter Regiment.

Das Familiengrab befindet sich auf dem St. Pauli-Friedhof im Dresdner Hechtviertel.

[Bearbeiten] Quellen und Einzelnachweise

  1. Genealogisches Handbuch des Adels. Adelslexikon Band IX, Band 116 der Gesamtreihe. Starke, Limburg (Lahn) 1998, ISBN 3-7980-0816-7, S. 15.
  2. Lebensdaten und Hochzeitsdatum auf thepeerage.com, abgeruufen am 8. September 2012

[Bearbeiten] Weblinks

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