Gustav Ludwig Hübel

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Dr. theol., jur. u. phil. Gustav Ludwig Hübel (* ca. 1800 in Dresden; † 1881 ebenda)[1][2] war ein deutscher Jurist und Theologe sowie Beamter, zuletzt Ministerialdirektor im Rang und mit Titel eines Königlich Sächsischen Wirklichen Geheimen Rates.

[Bearbeiten] Familie

Gustav Ludwig Hübel entstammte der Theologen- und Juristenfamilie Hübel. Er wurde als Sohn des Respondenten und späteren Vizefinanzkonsulenten, dem koniglich sächsischen Hofrat, Dr. jur. Moritz Ludwig Hübel (17591830)[3][4] geboren. Sein Vater studierte Rechswissenschaften an der Universität in Leipzig, promovierte 1782,[5] und besaß das Haus in der Scheffelgasse 151 in Dresden.[6] Gustav Ludwig Hübel hatte noch eine Schwester:

Gustav Ludwig Hübel hatte mit seiner Ehefrau Natalie († 1888 in Dresden)[8] mindestens zwei Kinder:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Gustav Ludwig Hübel besuchte 1815 die Fürstenschule St. Afra in Meißen, ging 1818 an die Universität nach Heidelberg, wo er Rechtswissenschaften, Theologie und Philologie studiert. Am 7. Februar 1822 promovierte er, wurde im gleichen Jahr juristischer Respondent in Leipzig und war seit 1823 als Rechtskonsular an Patrimonialgerichten der königlichen Kammergüter in Sachsen beschäftigt.

Am 13. August 1828 wurde Hübel zum Supernumerar-Oberkonsistorialrat,[10] am 27. August 1829 zum Hof- und Justizrat in der Landesregierung ernannt. 1830/31 befand sich seine Wohnung in der Klostergasse 9 in der Dresdner Neustadt.[11] Am 28. Januar 1831 wurde er Geheimer Kirchenrat im sächsischen Kultusministerium.[12] 1853 wurde Hübel zum Geheimen Rat im Ministerium ernannt. Im gleichen Jahr wurde er im Nebenamt Interimsprädident des sächsischen Landeskonsistoriums, was er bis 1874 blieb. 1868 wurde er Ministerialdirektor und Wirklicher Geheimer Rat im Kultusministerium. Außerdem erhielt Gustav Ludwig Hübel im gleichen Jahr den Ehrentitel "Excellenz" und 1869 den Titel eines Wirklichen Geheimen Rates.[13][14] Am 1. Oktober 1874 wurde er in den Ruhestand versetzt.[15]

Gustav Ludwig Hübel wurde aufgrund seines 50-jährigen juristischen Doktor-Jubiläums mit dem sächsischen Verdienstorden, Komthur 1. Klasse sowie 1872 sogar mit dem Großkreuz ausgezeichnet.[16] Ebenfalls aus diesem Anlass erhielt er 1872 die Ehrendoktorwürde der Universität Leipzig.[17][18]

Hübler wohnte zuletzt in der Großen Klostergasse 12 mit seiner Frau. Er starb 1881. Bei seinem Begräbnis wurde an ihn als "treuen Freund der evangelisch-lutherischen Landeskirche" erinnert.

[Bearbeiten] Werke (Auswahl)

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Nach anderen Angaben wurde er bereits 1799 geboren, s.a. CERL Thesaurus
  2. Katalog der Handschriften der Universitäts-Bibliothek Leipzig ..., Band 1, herausgegeben von Detlef Döring, Onlinevorschau auf Google Books, Wiesbaden 2003, ISBN 3-447-04754-2, S. 160
  3. [http://thesaurus.cerl.org/record/cnp00473585 Moritz Ludwig Hübler auf CERL Thesaurus
  4. Datensatz Moritz Ludwig Hübel in der DNB
  5. De Optione Vxori Eivsqve Haeredibvs In Bonis Mariti Defvncti, Promotion des Moritz Ludwig Hübel in der ULB Sachsen-Anhalt
  6. Adressbuch Dresden 1799, SLUB Dresden, S. 185
  7. Das psorische Leiden der Antonie Volkmann, Reinhard Hickmann, Haug-Verlag Heidelberg 1996, Onlinevorschau auf Google Books, ISBN 2-7760-1465-2, S. 24ff.
  8. 1882 wird erstmals die Witwe Natalie Hübel im Adressbuch Dresden 1882 (SLUB Dresden, S. 166) aufgeführt.
  9. Die Historie von Roßthal 1319-1949 auf der Homepage der BSZ für Agrarwirtschaft und Ernährung Dresden
  10. Allgemeines Repertorium der neuesten in- und ausländischen Literatur für 1828, 1. Band, Leipzig, Onlineausgabe in Google Books, S. 313
  11. Adressbuch Dresden 1831, SLUB Dresden, S. 104
  12. Jahnscher Jahrbücher für Philologie und Paedagogik, Band 4, Leipzig, 1832, Onlineausgabe in Google Books, S. 261
  13. Adressbuch Dresden 1869, SLUB Dresden, S. 121
  14. Adressbuch Dresden 1870, SLUB Dresden, S. 126
  15. Adressbuch Dresden 1875, SLUB Dresden, S. 155
  16. Adressbuch Dresden 1873, SLUB Dresden, S. 143
  17. Leipziger akademische Ehrentitel auf der Homepage zur Universitätsgeschichte der Uni Leipzig
  18. Die Leipziger Rektoratsreden 1871-1933, herausgegeben von Franz Häuser, 2009, Berlin, Onlinevorschau auf Google Books, ISBN 978-3-11-020919-8, S. 62, S. 112
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