Grunaer Straße

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Straßenbild
„Der Kapitalismus siecht“, Oktober 2015 am Hochhaus Grunaer Straße 5, wo früher „Der Sozialismus siegt“ gestanden hatte
Durchgang Grunaer Straße 43
Ansichtskarte des ehem. Künstlerhauses der Dresdner Kunstgenossenschaft, Grunaer Straße 48/Ecke Albrechtstraße

Die Grunaer Straße befindet sich am Rande der inneren Altstadt, im Stadtteil Pirnaische Vorstadt. Sie ist eine Hauptstraße mit Straßenbahnanbindung. Sie mündet im Norden in die Stübelallee und im Süden in die St. Petersburger Straße. Sie wurde 1864 benannt nach dem Dorf Gruna, das 1901 einverleibt wurde[1]. Entlang der Straße befinden sich Häuser aus den 1950er Jahren mit ansprechender Umfeldgestaltung, ein 4-Sterne Hotel, kleinere Geschäfte und auch ein Teil des Gebäudekomplexes der Lingner-Stadt nebst Gästehaus.

Das Gebiet entlang der Grunaer Straße und ihre weiträumige Umgebung war einst Teil der barocken Innenstadt Dresdens. Sie fiel den Bombenangriffen im Februar 1945 zum Opfer. 1951 erfolgte in dieser Straße der Beginn des Wohnungsneubaus, sehr zur Freude der damals 200.000 Bewohner der Stadt. In der großflächig enttrümmerten Pirnaischen Vorstadt entstand ein geschlossenes, von Grünflächen durchzogenes Gebäudeensemble mit 350 Wohnungen. Die „Aktivisten der ersten Stunde“ und die „Neuerer in der Produktion“ sollten hier einziehen. Die Häuser wurden in traditioneller Bauweise errichtet. Die aus den Trümmern geborgenen Ziegel waren das Baumaterial. Erker, Loggien, Torbögen und der Sandsteinputz sind Zeitzeugen der Dresdner Bautradition. Der Architekt Bernhard Klemm schaffte mit diesem ersten größeren Neubauvorhaben der Nachkriegszeit eine optimistische Stimmungslage. Ein Dreivierteljahr nach der Grundsteinlegung konnten am 2. Januar 1952 die ersten Mieter ihre komfortablen Mietwohnungen beziehen.

[Bearbeiten] Adressen (hist. Auswahl)

[Bearbeiten] Aktuelle Adressen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18.
  2. Sandro Rahrisch: Also doch zurück in die 60er. In: SZ 19.9.2017.
  3. Nina Schirmer: Alte Teppichfreund-Filiale verfällt. In: SZ 16.10.2015. Dirk Hein: Ist dieses Gebäude wirklich ein Denkmal? In: Mopo 19.4.2016.
  4. http://www.deutschefotothek.de/documents/obj/81198811

[Bearbeiten] Weblinks

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