Gerokstraße

Stadtwiki Dresden - Freiraum für Ideen und Wissen über Dresden
Wechseln zu: Navigation, Suche
15-Geschosser an der Ecke Elisenstraße

Die Gerokstraße im Stadtteil Johannstadt reicht vom Güntzplatz bis zur Ruine der Trinitatiskirche, wo sie in die Blasewitzer Straße übergeht. Die Straße ist Teil des Verbindungsweges zwischen Sachsenplatz und Schillerplatz. Sie wurde 1894 benannt nach dem Theologen und Kirchenliederdichter Karl von Gerok (1815-1890).[1]

[Bearbeiten] Ausgewählte Adressen

Die Straße wird geprägt durch Plattenbauten, einen Hochschulneubau und drei erhalten gebliebene Gebäude: das ehemalige Kunstgewerbemuseum von 1906 (Nr. 2), das 1928 errichtete Postamt 16 (Nr. 18) und die 1934 eröffnete Städtische Berufsschule (heute BSZ "Gustav Anton Zeuner", Nr. 22). Zu DDR-Zeiten existierte ein Plattenwerk an der Straße.

Vor dem Krieg befanden sich Geschäfte, Gaststätten und das Kino National-Lichtspiele (Nr. 27) an der Gerokstraße. Wohl durch die Nähe zur Kunstgewerbeschule wohnten in der Straße auch einige Professoren und Maler, wie Prof. i. R. Karl Groß (Nr. 4),[2] Maler und Professor Otto Lange (Nr. 47) und Architekt Robert Born (Nr. 51). In der Nr. 65 befand sich einst das Carolahaus.

Das 1971 errichtete 15-geschossige Hochhaus an der Gerokstraße 27 (Ecke Elisenstraße) war bis 2009 Studentenwohnheim. Nach anderthalb Jahren Leerstand verkaufte der Staatsbetrieb Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) im Sommer 2010 das Gebäude an die Berliner BRF Bau-Holding, die das Haus sanieren ließ. Die Wohnungen sind altersgerecht und z. T. barrierefrei gestaltet.[3] Im Gebäude befindet sich ein ambulanter Pflegedienst.

Das unsanierte Hochhaus an der Gerokstraße 38 beherbergt ein Wohnheim des Studentenwerks Dresden mit 210 Plätzen. In den DDR-Jahren war der Plattenbau Wohnheim der Pädagogischen Hochschule.[4]

Die neue Rettungswache Johannstadt befindet sich Gerokstraße 33. Am 12. März 2014 wurde Richtfest für das Gebäude gefeiert.[5]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18., S. 49
  2. Adreßbuch für Dresden und Vororte, 1934
  3. Tobias Wolf: 15-Geschosser wird für Senioren ausgebaut. In: SZ 8.11.2010.
  4. Information eines ehem. Studenten, der dort Anfang der 1990er Jahre lebte
  5. Blasewitzer Zeitung 04/2014, S. 4
Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge