Georg Ferdinand von Koppenfels

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Wappenbild der Familie von Koppenfels
Die Generaldirektion der sächsischen Staatseisenbahnen, in der Wiener Straße, in der Nähe des Hauptbahnhofs
Königliches Finanzministerium, dem die Königlich Sächsische Staatseisenbahnen unterstanden
Siegelmarke der Generaldirektion

Georg Ferdinand von Koppenfels (* 12. Februar 1866 in Zwickau; † 28. Mai 1927 in Dresden-Blasewitz) war ein deutscher Jurist, Beamter und Eisenbahner, zuletzt in der Generaldirektion der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen im Rang und mit Titel eines sächsischen Geheimen Regierungsrats. Er war außerdem Ehrenritter des Johanniterordens.

[Bearbeiten] Familie

Georg Ferdinand von Koppenfels entstammte dem thüringisch-sächsischen Adelsgeschlecht von Koppenfels, auch Kobe von Koppenfels.[1] Er war der drittälteste Sohn des damaligen Gerichtsrats und späteren sächsischen Landgerichtspräsidenten, Heinrich Ferdinand von Koppenfels (* 27. Januar 1829 in Dresden; † 27. Juli 1893 in Bautzen) und dessen Ehefrau Hermine Theodore Freiin von Gutschmid (* 14. August 1836 in Loschwitz bei Dresden; † 13. Juli 1917 in Dresden), einer Enkelin des Königlich Sächsischen Geheimen Kriegsrates Gottlieb August Freiherr von Gutschmid (17571815).

Georg Ferdinand hatte noch vier Geschwister, drei Brüder und eine Schwester, u.a.:

Georg Ferdinand von Koppenfels heiratete am 16. Oktober 1902 in Dresden Margarete Frieda Marie Sidonie von Hartmann (* 14. April 1880 in Großenhain; † 1934 in Dresden),[2] jüngste Tochter des königlich-sächsischen Oberstleutnants Karl Hanns von Hartmann (* 1844) und dessen Ehefrau Anna Gabriele von Göchhausen-Reichard (* 1846).[3] Seine Witwe zog nach seinem Tod in die Wallotstraße 25.[4]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Georg Ferdinand von Koppenfels besuchte wie seine Brüder das Gymnasium in Bautzen, wohin sein Vater 1871 als Gerichtsrat an das dortige Landgericht gewechselt war. 1883, als sein Bruder Hans Ferdinand in der sogenannten Oberprima das Abitur am Gymnasium ablegte, war Georg noch Schüler in der Obersekunda, der 11. Klasse.[5]

Von Koppenfels ist erstmals im Dresdner Adressbuch von 1894 als Direktionssekretär der sächsischen Staatseisenbahnen aufgeführt. Er wohnte anfangs in Dresden am Georgplatz 1 im dritten Obergeschoss. 1896 wurde von Koppenfels zum Finanzassessor in der Generaldirektion der Königlich Sächsischen Staatseisenbahnen ernannt.[6]

Ab 1898 wurde von Koppenfels zudem juristischer Hilfsarbeiter in der Generaldirektion.[7] 1900 zog er in die Portikusstraße 7,[8] im folgenden Jahr weiter in die Mosczinskystraße 12. Im gleichen Jahr, 1901 wurde von Koppenfels zum königlich-sächsischen Finanzrat ernannt. Ab diesem Zeitpunkt war von Koppenfels ständiges juristisches Mitglied der Generaldirektion der sächsischen Staatseisenbahn im Verwaltungsbereich.[9][10] 1902 zog er in die Reichenbachstraße 11,[11] 1907 nach Strehlen in die Wasastraße 4.[12] 1908 wurde von Koppenfels zum Oberfinanzrat befördert.[13] 1912 zog er nach Blasewitz in die Emser Allee 40.[14]

1920 erhielt von Koppenfels noch seiner Erhebung in den Rang eines Geheimen Regierungsrates, nachdem die sächsischen Staatseisenbahnen wie die anderen Länderbahnen in Deutschland ab dem 1. April 1920 als Reichseisenbahnen zusammengefasst wurden.[15] Kurz nach der Gründung der Reichsbahndirektion Dresden am 6. Juli 1922 schied von Koppenfels aus dem aktiven Dienst bei der Eisenbahn aus, ist aber noch im Adressbuch von 1922/23 als Mitglied der Eisenbahngeneraldirektion verzeichnet.[16] Zuletzt wohnte er in der Emser Allee 33.

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Johann Christian von Hellbach, Adels-Lexikon, Erster Band A-K, Ilmenau 1825, Verlag B.F. Voigt, Online-pdf auf Google Books, S. 687
  2. Letztmalig im Adressbuch Dresden 1934, S. 549, SLUB
  3. Justus Perthes: Gothaisches genealogisches Taschenbuch der briefadeligen Häuser, Gotha 1911, 5. Jahrgang, Digitalisat der ULB Düsseldorf, S. 371
  4. 1929
  5. Programm des Gymnasiums zu Bautzen, Jahresbericht auf das Schuljahr 1882-1883, Karl Ernst Mucke 1854-1932, auf archive.org, digitalisiert von COLUMBIA UNIVERSITY LIBRARIES/ NEW YORK
  6. 1897
  7. 1899
  8. 1901
  9. 1902
  10. 1902
  11. 1903
  12. 1908
  13. 1909
  14. 1913
  15. 1921
  16. Adressbuch Dresden 1922/23, S. 523, SLUB
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