Friedrich der Freidige

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Historienmalerei in der Albrechtsburg

Friedrich I. (* 1257 auf der Wartburg in Eisenach; † 16. November 1323 ebenda), Markgraf von Meißen und Landgraf in Thüringen, wurde auch der Freidige bzw. der Gebissene genannt.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Einer Sage nach wurde Friedrich von seiner Mutter, Margaretha von Österreich, in die Wange gebissen, als ihr Gemahl Albrecht der Entartete eine Liebesbeziehung zu Kunigunde von Eisenberg begann, sie 1270 von der Wartburg floh und vom Abschiedsschmerz übermannt wurde.

Als Albrecht der Entartete bei der Zuwendung von Thüringen Kunigundes Sohn Apitz seinen Söhnen aus der ersten Ehe vorziehen wollte, kam es zum Krieg der Söhne gegen den Vater und Friedrich der Freidige nahm seinen Vater in offener Schlacht gefangen (1288). In einer Urkunde aus diesem Jahr wird "miles Henricus de Zwein" (Ritter Heinrich von Zweymen) als Schreiber von Friedrich erwähnt.[1] Im Vertrag zu Rochlitz erhielt er am 1. Januar 1289 Schloss und Stadt Freiberg, Großenhain, Ortrand, Radeburg und andere Besitztümer.

Nach dem Tod seines Cousins Friedrich Tuta (1291) gelangte Friedrich der Freidige in den Besitz der Mark Meißen. Nach dem Tod seines Bruders Diezmann (1307) erbte er dessen Besitz. Von Adolf von Nassau wurde Friedrich zwischenzeitlich aus der Mark Meißen vertrieben.

Kaiser Heinrich belehnte Friedrich 1310 mit der Mark Meißen und Thüringen. 1312 verlor er in einer Schlacht um die Vorherrschaft in der Lausitz Großenhain an den Markgrafen Waldemar von Brandenburg, konnte die Stadt aber 1316 wieder zurückgewinnen.[2]. 1317 verlor Friedrich die Niederlausitz an Otto von Brandenburg.

1319 erlangte Friedrich von Bischof Withego II. die Herrschaft über Dresden. Am Sonntag nach St. Lucä bestätigte er von der Wartburg aus seine getreuen und lieben Bürger zu Dresden in all ihren Ehren und Rechten, die sie von Alters her hatten.[3]

Aus der zweiten Ehe mit Elisabeth von Arnshaugk entstammte Friedrich der Ernsthafte, der Friedrich in der Markgrafschaft folgte.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Die Herren von Zweymen im Schloßarchiv Wildenfels
  2. Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 8. Leipzig 1907, S. 421-422.
  3. Martin Bernhard Lindau: Geschichte der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden. 2. verbesserte Auflage, Dresden 1885 , Bd. 1, S. 99

[Bearbeiten] Weblinks

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