Friedrich Wilhelm Neuffer

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Grabmal Neuffers auf dem Waldfriedhof Weißer Hirsch

Friedrich Wilhelm Neuffer (* 28. Oktober 1882 in Stuttgart oder Ludwigsburg; † 9. Dezember 1960 in Dresden) war ein Bauingenieur und Hochschullehrer an der TH Dresden, der sich beim Wiederaufbau von Lehre und Instituten des Bauwesens (Grundbau und Baugrundmechanik) nach dem Zweiten Weltkrieg verdient gemacht hat.

Nach einem vierjährigen Studium im Bauingenieurwesen an der TH Stuttgart (1905) schloss sich eine 26-jährige Berufslaufbahn bei der Tiefbaufirma Grün & Bilfinger AG in Mannheim, zuletzt als Regierungsbauführer, an. Am 1. April 1931 wurde er zum ordentlichen Professor für Massivbau mit Holzbau, Gründungen und Baustelleneinrichtung an die Fakultät für Bauwesen der damaligen TH Dresden als Nachfolger von Prof. Max Foerster (1867-1930) berufen. Im November 1933 unterzeichnete er das Bekenntnis der deutschen Professoren zu Adolf Hitler.

Der anerkannte süddeutsche Baufachmann wußte seinen Vorlesungsstoff praxisrelevant und mit einer Vielzahl von Lichtbildern zur Anlage von Kanälen, für den Bau von Häfen und Eisenbahnlinien oder Tunnelbauwerken vorzutragen[1]. Ab 1941 übernahm er vermehrt Leitungsaufgaben an der Hochschule, nach der Zerstörung Dresdens war eine der ersten Aufgaben als Prodekan der Fakultät für Kommunale Wirtschaft 1946, den Neuaufbau und die Verbindung der traditionellen Disziplinen von Architektur-, Bauingenieur- und Maschinenwesen zu koordinieren. Neben den Hauptfächern wurde aber auch die architektonische Gestaltung und Ästhetik von Industriebauten in seinen Seminaren gelehrt. An der TH war er in besonderer kongenialer Weise mit Prof. Kurt Beyer (1881-1952) verbunden gewesen[2].

Neuffers Emeritierung erfolgte am 28. Februar 1951 aus Gesundheitsgründen, danach hielt er jedoch noch bis 1960 Vorlesungen im Baubetriebswesen.

Er wohnte Zellescher Weg 33[3], mit seiner großen Familie die letzten 20 Jahre in Loschwitz (Klengelstraße 4)[4], sein Grab befindet sich auf dem Waldfriedhof Weißer Hirsch.

Schönes im Bauwesen kann nur entstehen, wenn Ingenieur und Architekt verständnisvoll zusammenarbeiten.[5]

[Bearbeiten] Werke und Verdienste

[Bearbeiten] Quellen

  1. FISCHER, Karin Dr.: Gebäude und Namen, Technische Universität Dresden, 1990
  2. Elbhangkurier 2007: Wir erinnern ..., Heft 10, S. 11
  3. Adreßbuch für Dresden und Vororte, 1933
  4. Vorlesungsverzeichnis von 1958/59, TH Dresden und EHK 2007, Heft 10, S. 11
  5. Zitat von Fr. Wilhelm Neuffer nach "Union", 11 (1956) 113

[Bearbeiten] Weblinks

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