Franz Seconda

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Linckesches Bad mit Blick über die Elbe auf Antons Garten
Kleines Hoftheater von Pietro Moretti

Franz Seconda (17551833), der Sohn eines italienischen Delikatessenhändlers, wanderte etwa 25 Jahre als Impresario einer Schauspielergruppe, die den Rang einer Hofgesellschaft besaß und der auch sein Bruder Joseph Seconda angehörte, zwischen Leipzig, Prag und Dresden hin und her.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Ab 1779 arbeitete Seconda in Dresden als Kassierer beim Impresario Pasquale Bondini. Der stand in der Gunst von Friedrich August dem Gerechten. 1788 wurde Seconda Teilhaber, ein Jahr später nach Bondinis Tod übernahm er das Geschäft. Sein Bruder Joseph leitete parallel die Deutsche Operngesellschaft. Als Seconda 1798 in Dresden mit dem Schauspiel "Erinnerung" von August Wilhelm Iffland gastierte, war dies dem Dresdner Anzeiger eine über fünf Nummern reichende, wohlwollende Rezension wert.[1] Franz Seconda stand in Dresden dem Schauspielerverband vor. Seit 1809 war Ludwig Geyer bei ihm engagiert und auch der Vater von Richard Wagner hatte in Leipzig engen Kontakt zur Gruppe. Seconda besaß mehrere Gemälde von Ludwig Geyer.

In Dresden trat Secondas Truppe wie Johann Gottlieb Naumann häufig im Linckeschen Bad und im ehemaligen Theater von Pietro Moretti auf. Er musste sich mit zeternden Schauspielerinnen, schimpfenden Fuhrleuten, hochmütigen Komödianten herumschlagen und wurde schließlich von den Russen als Spion von Leipzig nach Dresden verschleppt. Sie annullierten auch den Vertrag mit Secondas Hofgesellschaft. 1814 ging Secondas Ensemble gemeinsam mit der Italienischen Oper unter Francesco Morlacchi im Hoftheater unter der Leitung von Theodor Hell auf [2] und er selbst wurde dessen Ökonom. Mit seiner Personalkenntnis und Ortserfahrung unterstützte er später Carl Maria von Weber. Bekannte Schauspielerinnen unter Seconda waren Friderike Wilhelmine Hartwig und Friederike Antoinette Josephine Schirmer.

Seconda wohnte zuletzt Neumarkt 403.[3]

[Bearbeiten] Zitate zu Seconda

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Herbert Zeißig: Eine Deutsche Zeitung. 200 Jahre Dresdner Anzeiger, Dresden 1930
  2. Frank Fiedler, Uwe Fiedler: Francesco Morlacchi in: Lebensbilder aus der Oberlausitz, Books on Demand, ISBN 3842351771
  3. Adressbuch 1832

[Bearbeiten] Weblinks

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