Franz Ledien

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Franz Ledien

Franz Ledien (* 29. April 1859 in Gollnow/Pommern; † 27. April 1912 Berlin) war ein bekannter Botaniker und Kunstgärtner, der sich große Verdienste um die Gestaltung des Botanischen Gartens gemacht hat.

Nach einer Ausbildung in Potsdam zum Gartenkünstler, Anstellungen im Botanischen Garten in Breslau und in Sanssouci sowie einem Aufenthalt im Kongo kam Ledien 1889 als Kulturobergärtner nach Dresden, wo er mit der Neuplanung des Botanischen Gartens an der Stübelallee unter Carl Oscar Drude betraut wurde.[1]

Ledien unterstützte zunächst Gustav Adolf Poscharsky bei der Übersiedlung der Pflanzen an den neuen Standort. In dessen Nachfolge wurde er am 1. Januar 1895 zum königlichen Garteninspektor ernannt.[2] Diese vorrangig wissenschaftlich und pädagogisch geprägte Tätigkeit übernahm er zusätzlich zu den praktisch-experimentellen Arbeiten als Leiter der gärtnerischen Abteilung der Versuchsstation für Pflanzenkultur am Botanischen Garten, wo er Bruno Steglich von der landwirtschaftlichen Abteilung gleichgestellt war. Wie Steglich wohnte er zu jener Zeit im Direktoriumsgebäude Stübelallee 2. Ledien wirkte als Bücherwart der FLORA - Sächsische Gesellschaft für Botanik und Gartenbau und war Mitglied der Naturwissenschaftlichen Gesellschaft ISIS. Ab 1896 erschienen auf seine Initiative die Jahresberichte der FLORA regelmäßig.

1907 wechselte Ledien nach Berlin als Oberinspektor des Botanischen Gartens Dahlem. Die FLORA würdigte seine Verdienste mit der Ehrenmitgliedschaft.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Gärtnerisch-Botanischer Brief, Nr. 143, 2001
  2. Personalie zur Ernennung kgl. Garteninspektor, Zeitschrift „Gartenflora“

[Bearbeiten] Weblinks

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