Franz Arno Hüttner

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Franz Arno Hüttner (* 15. März 1838 in Grimma; † 11. Mai 1900 in Pirna) war ein sächsischer Jurist und Beamter, zuletzt als Direktor am Dresdner Landgericht im Rang und mit Titel eines königlich-sächsischen Oberlandesgerichts- und Oberjustizrates.

[Bearbeiten] Familie

Hüttner entstammte der ursprünglich vogtländischen Familie Hüttner, die eine Reihe von hochrangigen Juristen und Beamten hervorbrachte, u.a.:

Die Familie Hüttner war seit 1749 Besitzer der Rittergüter Türbel und Pirk. 1912 erhielt der damalige Besitzer des Ritterguts Pirk, Heinrich Eduard Hüttner den sächsischen Adelsstand mit dem Namen "von Hüttner zu Pirk".[7][8]

Franz Arno Hüttner heiratete Johanne Isidore geb. Sorge (* 25. Juni 1846 in Plauen; † 20. August 1928 in Dresden).[9] Das Paar hatte fünf Kinder:

Hüttners Witwe wohnte nach seinem Tod anfangs, ab 1901 in der Strehlener Straße 33,[11] zuletzt in der Elisenstraße 8.[12]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Franz Arno Hüttner studierte wie mehrere seiner Familienmitglieder Rechtswissenschaften. Er ist erstmals im Staatshandbuch des Königreiches Sachsen von 1863 als Aktuar am Gerichtsamt Größschönau verzeichnet.[13] 1865 arbeitete Hüttner als Aktuar am Gerichtsamt Oelsnitz im Vogtland,[14] wurde aber bereits 1867 als Referendar an das Gerichtsamt Zschopau versetzt,[15] wo er ab 20. Februar 1867 das Dienstprädikat "Assessor" führen durfte.

Im Juli 1870 erfolgte Hüttners Versetzung nach Nossen als Gerichtsassessor,[16] bevor er im März 1873 als Assessor an das königliche Gerichtsamt Dresden versetzt wurde.[17] Hier wohnte er in der Maternistraße 3.[18] Hüttner wurde 1875 zum königlich-sächsischen Gerichtsamtmann befördert [19] und als solcher an das Gerichtsamt nach Klingenthal im Vogtland versetzt, wo er 1877 im Staatshandbuch aufgeführt ist.[20]

1885 kehrte Hüttner als Amtsrichter nach Dresden zurück, wo er zum Hilfsrichter am königlichen Oberlandesgericht zu Dresden berufen wurde.[21] 1886 wurde Hüttner zum Landesgerichtsdirektor ernannt und zog in die Christianstraße 13.[22] 1888 erhielt Hüttner den Rang und den Titel eines königlich-sächsischen Oberlandesgerichtsrates. Am 1. April 1889 zog er in die Uhlandstraße 16,[23] 1896 in die Reichenbachstraße 11.[24] 1897 wurde Hüttner zum königlich-sächsischen Oberjustizrat ernannt.[25] Kurz vor seinem Tod zog Hüttner noch 1899 in die Schweizer Straße 8 in der Dresdner Südvorstadt.[26]

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

  1. Die deutschsprachige Wikipedia zum Thema „Liste der Bürgermeister von Plauen”
  2. Adressbuch Dresden 1865, S. 132, SLUB
  3. Adressbuch Dresden 1898, S. 291, SLUB
  4. Letztmalig im Adreßbuch Plauen i.V. 1881, S. 74, SLUB
  5. Hüttners Mutter Christiane Friederike Hüttner ist erstmals als Witwe im Adreßbuch Plauen i.V. 1884, S. 137, SLUB
  6. Jahresbericht der Fürsten- und Landesschule zu Grimma, Schuljahr 1889-1890, Digitalisat auf archive.org, S. 55
  7. Chronik Rittergut Pirk mit Türbel und Eichelberg auf www.erbbegraebnis.de
  8. Justus Perthes: Genealogisches Handbuch der Briefadeligen Häuser, Gotha 1919, Digitalisat der ULB Düsseldorf, S. 474f.
  9. Letztmalig als Witwe im Adressbuch Dresden 1929, S. 446, SLUB
  10. Adressbuch Dresden 1914, S., 505, SLUB
  11. Adressbuch Dresden 1902, S. 399, SLUB
  12. Adressbuch Dresden 1927/28, S. 442, SLUB
  13. Staats-Handbuch für das Königreich Sachsen 1863, Digitalisat auf Google Books, S. 532
  14. Staats-Handbuch für das Königreich Sachsen 1865/66, Digitalisat auf Google Books, S. 185
  15. Staats-Handbuch für das Königreich Sachsen 1867, Digitalisat auf Hathi Trust, S. 561
  16. Königlich Sächsisches Justizministerial-Blatt, 4. Jahrgang, Nr. 6, 1870, Digitalisat auf Google Books, S. 58
  17. Königlich Sächsisches Justizministerial-Blatt, 7. Jahrgang, Nr. 2, 1873, Digitalisat auf Google Books, S. 10
  18. Adressbuch Dresden 1874, S. 166, SLUB
  19. Königlich Sächsisches Justizministerial-Blatt, 9. Jahrgang, 1875, Digitalisat auf Google Books, S. 56
  20. Staats-Handbuch für das Königreich Sachsen 1877, Digitalisat auf Google Books, S. 108
  21. Adressbuch Dresden 1886, S. 235, SLUB
  22. Adressbuch Dresden 1887, S. 246, SLUB
  23. Adressbuch Dresden 1889, S. 267, SLUB
  24. Adressbuch Dresden 1897, S. 259, SLUB
  25. Adressbuch Dresden 1898, S. 291, SLUB
  26. Adressbuch Dresden 1900, S. 367, SLUB
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