Felix Oskar Hänichen

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Grabplatte von Linna Henriette Gertrud Hänichen geb. Seiffert und Felix Oskar Hänichen auf dem Familiengrab auf dem Friedhof Lockwitz
Postkarte der Lockwitzer Kornbrennerei und Presshefefabrik H.F.Hänichen

Felix Oskar Hänichen (* 21. September 1865 in Lockwitz; † 5. September 1946 ebenda) war ein Mühlenbesitzer, Kaufmann, Unternehmer und Reichstagsabgeordneter.[1]

Felix Oskar Hänichen wurde 1865 als Sohn des Lockwitzer Mühlenbesitzers und Besitzers der "Korn- und Likörfabrik H.F. Hänichen", Heinrich Ferdinand Hänichen und dessen Ehefrau Johanne Eleonore Friederike Nitzsche (18311902) aus Oschatz geboren. Er hatte noch weitere vier Geschwister, einen Bruder und drei Schwestern.[2] Sein Vater starb frühzeitig am 26. August 1868, als er noch keine drei Jahre alt war. Danach übernahm seine Mutter das seit 1834 bestehende Geschäft an der Lockwitzer Mittelmühle und führte es fort.

Hänichen besuchte das Realgymnasium Dresden-Altstadt und studierte in Jena, Freiburg, Berlin, Leipzig, München, Würzburg und Heidelberg. In Berlin lernte er den Schriftsteller und Publizisten Hermann Conradi (18621890) kennen, worauf die beiden Freunde werden. Im Herbst 1888 weilt der kränkliche Conradi auf Einladung von Felix Oskars Mutter zwei Wochen in Lockwitz.[3]

Nach seinen Studienreisen übernahm Hänichen zusammen mit seinem älteren Bruder Oskar Clemens Hänichen (18551924) das mütterliche Geschäft. Sie stellten Presshefe und Kornbranntwein her. 1893 wurde Felix Oskar Hänichen für die Deutsche Reformpartei für den Wahlkreis Altstadt/Dippoldiswalde in den Reichstag gewählt. Krankheitsbedingt legte er sein Mandat am 22. Februar 1895 nieder.[4]

In den Adressbüchern von 1907 bis 1914 ist Felix Oskar Hänichen als Gemeindeältester, zusammen mit dem Druckereibesitzer Paul Welzel (18641924) verzeichnet.[5]

Felix Oskar Hänichen heiratete am 24. November 1896 in Lockwitz seine Frau Linna Henriette Gertrud (* 8. September 1863 in Dahme/ Mark; † 29. März 1941 in Lockwitz), die Tochter des Kaufmanns August Ferdinand Seiffert (18241865) und dessen Ehefrau Wilhelmine Henriette Funke (18391870). Das Paar hatte einen Sohn:

Der Weg an der Lockwitzer Mittelmühle, vom Volksmund auch Hänichenmühle genannt, wurde Anfang des 20. Jahrhunderts in "Hänichenweg" umbenannt.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Datenbank zu den Abgeordneten in den norddeutschen und deutschen Reichstagen 1867-1918
  2. Stammliste Künzelmann, Seite 63 auf www.genetalogie.de
  3. Hermann Conradi - Biographie auf www.literon.de
  4. Amtliches Reichstags-Handbuch, Bd.: 1893/98, 1896, Nachtrag für die 9. Legislaturperiode, Berlin, 1893
  5. Adreßbücher von 1907 und 1914 für die Orte Dohna, Dobritz, Gommern, Groß-Luga, Großzschachwitz, ... in der SLUB Dresden
  6. Stammliste Künzelmann, S. 63 Online-pdf

[Bearbeiten] Weblinks

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