Ernst Moritz Hermann Pienitz

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Ernst Moritz Hermann Pienitz (* 27. Januar 1847 in Dresden; † 24. Oktober 1892 ebenda) war ein königlich-sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Oberst. Er war Kommandeur des Pionierbataillons Nr. 12.

[Bearbeiten] Familie

Hermann Pienitz war der Sohn des Dresdner Arztes und Geburtshelfers, Direktors des zentralen Impfinstituts, Dr. med. Moritz Pienitz († 1865 in Dresden),[1] der 1847 in der Johannesgasse 14 wohnte.[2] Pienitz' Vater wurde für seine Verdienste mit dem Ritterkreuz des königlich-sächsischen Verdienstordens ausgezeichnet und wohnte zuletzt in der Pirnaischen Straße 1. Pienitz hatte noch zwei Schwestern:

Hermann Pienitz war mit Amalie Charlotte geb. Hofmann (18561945) verheiratet. Seine Witwe zog nach seinem Tod in die Bautzner Straße 20.[4] Er hatte mit ihr zwei Kinder, u.a.:

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Hermann Pienitz schlug eine militärische Laufbahn ein und ist erstmals 1867 im Dresdner Adressbuch als Pionierleutnant in der Alaunstraße 25 verzeichnet.[6] Im gleichen Jahr wurde er zum Oberleutnant befördert und zum Adjutanten beim Dresdner Pionierbataillon ernannt. Im gleichen Jahr zog er in die Schmiedegasse 4.[7] 1869 zog er in die Wiesenthorstraße 2a, wechselte als Premierleutnant in die 4. Kompanie des Pionierbataillons und zog mit dieser Einheit in den Deutsch-Französischen Krieg 1870/71.

Nach dem Krieg, aus dem Pienitz mit zwei hohen Auszeichnungen zurückkehrte, zog er 1871 in die Kasernenstraße 16,</ref>Adressbuch Dresden 1872, SLUB, S. 257</ref> ein Jahr später, 1872 in die Große Meißner Straße 12.[8] 1873 wurde er abkommandiert zur sogenannten "Geniedirektion",[9] wo er bis 1876 blieb. Bereits ein Jahr zuvor, 1875 wurde er zum Hauptmann befördert.[10] Ab 1876 war Pienitz als Ingenieur-Hauptmann in der sächsischen Militärbaudirektion eingesetzt.[11] 1877 zog er in die Königstraße 21.[12] 1879 wurde Pienitz Kompaniechef der 2. Kompanie des Pionierbataillons Nr. 12.[13] 1881 zog er in die Königsbrücker Straße 19b.[14]

1886 wurde Pienitz zum Major befördert und zum Kommandeur des Pionierbataillons ernannt.[15] 1890 wurde er zum Oberstleutnant befördert,[16] kurz vor seinem Tod im Jahr 1892 noch zum Oberst. Pienitz war maßgeblich an der Herausgabe des Buches zur Geschichte des Königlich Sächsischen Ingenieur- und Pionierkorps (Pionier-Bataillon No. 12) von Premierlieutenant Hansch beteiligt, das erst 1898, sechs Jahre nach seinem Tod, zum 200jährigen Jubiläum der Errichtung technischer Truppen in Sachsen erschien.[17]

Pienitz wohnte zuletzt in der Bautzner Straße Nr. 73, wohin er 1876 gezogen war. Er wurde auf dem Trinitatisfriedhof beerdigt.

[Bearbeiten] Auszeichnungen (Auswahl)

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Letztmalig im Dresdner Adressbuch 1865, SLUB, S. 219
  2. Dresdner Adress-Handbuch 1847, SLUB, S. 183
  3. Als hinterlassene Töchter im Adressbuch Dresden 1866, SLUB, S. 228
  4. Adressbuch Dresden 1893, SLUB, S. 564
  5. Datensätze aus Ancestry
  6. Adressbuch Dresden 1867, SLUB, S. 233
  7. Adressbuch Dresden 1868, SLUB, S. 240
  8. Adressbuch Dresden 1873, SLUB, S. 269
  9. Adressbuch Dresden 1874, SLUB, S. 282
  10. Adressbuch Dresden 1876, SLUB, S. 302
  11. Adressbuch Dresden 1877, SLUB, S. 306
  12. Adressbuch Dresden 1878, SLUB, S. 322
  13. Adressbuch Dresden 1880, SLUB, S. 341
  14. Adressbuch Dresden 1882, SLUB, S. 315
  15. Adressbuch Dresden 1887, SLUB, S. 417
  16. Adressbuch Dresden 1892, SLUB, S. 531
  17. Neues Archiv für Sächsische Geschichte und Altertumskunde, herausgegeben von Dr. Hubert Ermisch, 19. Band, Dresden 1898, Wilhelm Baensch, Verlagshandlung
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