Ernst Hottenroth

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Porträtfoto

Der Bildhauer Ernst Hottenroth (* 12. März 1872 in Frankfurt am Main; † 27. Februar 1908 in Dresden) siedelte zur Jahrhundertwende auf Drängen des renommierten Architekturbüros Schilling & Graebner von Berlin nach Dresden über, um an einer ganzen Reihe damals bedeutender Bauten den Bauschmuck und figurative Ornamentik herstellen zu können[1].

Hottenroth hatte zunächst das Stukkatur-Handwerk erlernt und erhielt eine freie Stellung bei der Berliner Fa. Hauer, die unter anderem mit größeren Arbeiten am Centraltheater betraut war. Im Auftrag von Schilling & Graebner schuf der er den größten Teil der Ornamentik der Kreuzkirche, die nach einem Brand im Innenraum völlig neu ausgebaut werden musste. Leider sind beide Arbeiten durch die Luftangriffe 13. Februar komplett vernichtet worden.

Seine struktiven wie rein schmückenden Formen aus pflanzlichen und tierischen Motiven gaben stets der zugrundeliegenden Architektur ein Gepräge des Notwendigen und Selbstverständlichen. Die geradezu feinfühligen und individuell durchgebildeten Ornamente bedienten sich einer reichen Detailtreue und boten in ihrer Zusammenstellung immer phantasievolle Abwechslung.

In Dresden arbeitete er später mit einer Vielzahl anderer Architekten zusammen, wie Martin Dülfer, Hager, Curt Herfurth, Georg Heinsius von Mayenburg, Oskar Menzel, Schindler, Felix Voretzsch und dem Architekturbüro Lossow & Kühne sowie Stadtbaurat Hans Erlwein.

Er wohnte in der Elisenstraße 79, III. Stock[2], hatte seine Geschäftsräume in der Marschallstraße 12/14 und seine letzte Adresse war wohl Dürerplatz Nr. 3. Das Grab des viel zu früh verstorbenen Künstlers befindet sich auf dem Alten Katholischen Friedhof in Friedrichstadt. In seinen letzten Lebensjahren war er Mitglied der Künstlergruppe Die Zunft, welche sich auch um den Entwurf und die Errichtung seines Grabmals kümmerte.

[Bearbeiten] Weitere Werke in Dresden

[Bearbeiten] Quellen

  1. Paul Schumann in Bauplastik - Künstlerischer Nachlass von Ernst Hottenroth mit 40 Tafeln, Verlag O. Baumgärtel Berlin, Februar 1909
  2. Adressbuch für Dresden und seine Vororte, 1904

[Bearbeiten] Weblinks

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