Elisenstraße

Stadtwiki Dresden - Freiraum für Ideen und Wissen über Dresden
Wechseln zu: Navigation, Suche
Straßenschild
Johannstädter Kulturtreff e.V.

Die Elisenstraße in der Dresdner Johannstadt wurde 1848 angelegt und erhielt ein Jahr später ihre Benennung nach dem Grundstück "Elisen's Ruhe", welches sie an seiner Westseite begrenzte[1]. Ursprünglich bestand die Elisenstraße bis zur heutigen Canalettostraße. Nach den Zerstörungen im Krieg wurde sie nach 1945 nicht mehr durchgehend gestaltet. An der Canalettostraße wird sie heute Georg-Nehrlich-Straße genannt. Nördlich der Striesener Straße heißt die Straße seit ca. 1960 Hans-Grundig-Straße. Mit Beschluss vom 25. Februar 1993 wurde das Teilstück zwischen Gerokstraße und Florian-Geyer-Straße rückbenannt in Elisenstraße.

[Bearbeiten] Elisens Ruhe

Stadtplan 1862 Blatt68.jpg
Über die Entstehung dieses Namens weiß Adolf Hantzsch[2] folgendes zu berichten:

"Von dem Holzhändler Gottfried Peter ging das Grundstück, das bisher "Hopfgartens" hieß, im Jahre 1819 durch Kauf in den Besitz der Frau Elisabeth Karoline, geb. von Ueckermann über, die mit dem Rentier Friedrich Waeber verheiratet war. Deren einziges Kind, Elisabeth mit Namen, starb etwa 9 Jahre alt und wurde im Parke des Grundstücks in einer dort errichteten Gruft bestattet. Aus diesem Grund führte die Waebersche Besitzung vom Jahre 1822 ab den Namen "Elisen's Ruhe", den man auch an der Ostseite des Herrenhauses in großen vergoldeten Buchstaben lesen konnte. Ehe Frau Waeber, die im Februar 1836 Witwe geworden war[3], 1842 ihr Grundstück verkaufte und von Dresden fortzog, ließ sie die Leiche ihrer Tochter aus dem kleinen Mausoleum im Park nach dem Eliasfriedhof überführen.

Die Benennung "Elisens Ruhe" verblieb dem nach und nach sehr umgestalteten Waeber'schen Grundstücke bis um die Mitte der 1870er Jahre, seit welcher Zeit es infolge der Anlegung neuer Straßen verschwand".

[Bearbeiten] Quellen

  1. Arno Scheer: Dresden-Johannstadt. Die Welt vor dem Ziegelschlag. Geschichtliche Wanderfahrten Nr. 3, hrsg. von Artur Brabant. Dresden 1930., S. 14
  2. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18.
  3. siehe dazu auch Adressbuch von 1839

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge