Dore Mönkemeyer-Corty

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Mönkemeyers ehemaliges Wohnhaus, Friedrichstraße 40
Wohnhaus in der Gartenstadt Hellerau

Dore Mönkemeyer-Corty (* 27. April 1890 in Dresden; † 17. Februar 1970 in Dresden, andere Quellen 1973) war eine Malerin, Designerin und Grafikerin.

Nach dem Besuch der Volksschule an der Frauenerwerbsschule studierte Corty an der Kunstgewerbeschule bei Gertrud Kleinhempel, Georg Lührig und Max Frey. Sie hatte ursprünglich Zeichenlehrerin werden wollen, entschied sich aber für eine Karriere als freischaffende bildende Künstlerin. Gemeinsam mit ihrem Mann, dem Maler und Grafiker Fritz Mönkemeyer (1888-1981), lebte sie in Dresden und Schellerhau.

In den 1920er Jahren wohnten die Mönkemeyers in der Friedrichstraße 40.[1]. Mönkemeyer-Corty gehörte wie Arno Drescher, Friedrich Kurt Fiedler, Willy Petzold und Paul Sinkwitz der Dresdner Ortsgruppe des Bundes der Deutschen Gebrauchsgraphiker unter Bruno Gimpel an.[2] Georg Paech schrieb über sie: "In ihr besitzt Dresden eine rassige Zeichnerin, die Pferde auf Adler-Turf sind so konzentriert in ihrer künstlerischen Form -, man betrachte die Formung der Augen aus Bogen und Dreieck -, sind so zurückgeführt auf nicht mehr weiter zu vereinfachende Gestaltung, daß man das Plakat getrost als ein bestechliches Werk der darstellenden Kunst unserer Zeit schlechthin bezeichnen kann."[3] Mönkemeyer-Corty war zudem Mitglied bei GEDOK - Gemeinschaft Deutscher und Österreichischer Künstlerinnen.

Bei den Bombenangriffen auf Dresden verlor Mönkemeyer-Corty ihr Atelier. Später wohnte sie im ehemaligen Wohnhaus von Paul Sinkwitz in Hellerau, Grüne Telle 6.[4]

[Bearbeiten] Werke

Mönkemeyer-Corty ist für eine Vielzahl von Plakaten bekannt geworden.[5] Zu ihren wichtigsten Werken zählt das Ausstellungsplakat zur 2. Deutschen Kunstausstellung in Dresden von 1949. Es zeigt eine stilisierte Friedenstaube. Als 1950 in der Bundesrepublik der 1. Preiswettbewerb für das beste deutsche Plakat veranstaltet wurde, war jenes von Mönkemeyer-Corty das einzige ostdeutsche, das von der Jury ausgewählt wurde. Gemeinsam mit ihrem Mann gestaltete Mönkemeyer-Corty Reliefs am Neuen Rathaus. In Schellerhau malte sie die Kirche aus. Zudem schuf sie Holzschnitte und verschiedene Gebrauchsgrafiken, so ein Logo für den Ratskeller und eine Ehrenurkunde für die Staatliche Meisterschule des Deutschen Handwerks in Dresden.

Bei der Ausstellung Dresden plakativ! wurden von ihr 2011 im Stadtmuseum sieben Werke gezeigt. Aus der Zeit der Weimarer Republik standen typografische, geometrische und naturalistische Lösungen im Mittelpunkt: das bauhausartige Plakat Der öffentliche Arbeitsnachweis, das Plakat zur Tuberkulose-Aufklärung Aller 7 Minuten stirbt in Deutschland ein Mensch, Trinkt Pfunds Milch! und das Plakat für die Leipziger Gastwirtschaftsausstellung 1928 DIDEGA. Aus der Zeit der Nazidiktatur wurden gezeigt: Gauausstellung und Männer unserer Zeit - Kriegsbilder aus dem Osten, und aus der Zeit der DDR: Spiel mit dem Teufel (Staatliches Puppentheater).[6]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adressbuch von 1922/23
  2. Gebrauchsgraphik. Jg. 2, 3/1925. Prof. H. K. Frenzel (Hrsg.). Verlag Phöenix Illustrationsdruck und Verlag GmbH Berlin.
  3. Eintrag bei saxonia.com, mit Zitat aus "Die Reklame", 3/1924, Sonderheft Dresden, S.123 und Werkeliste
  4. Fernsprechbuch Bezirk Dresden, Stand: Oktober 1969, S. 156
  5. Ute Brüning: Sichtbar unsichtbar: »Dore Mönkemeyer-Corty: Plakatkunst«, mit einem Plakat zur Eigenwerbung
  6. Erika Eschebach, Holger Starke (Hrsg.): Dresden plakativ! Katalog zur Ausstellung im Stadtmuseum Dresden. 2. Juli - 3. Oktober 2011. ISBN 978-3-941843-09-7

[Bearbeiten] Weblinks

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