Diskussion:Nisaner

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[Bearbeiten] 937

In der neueren Forschung wird die alte Vorstellung: "der erste teutsche König Heinrich der Vogeler eroberte die Mark und Bein Meißen (in den Grenzen des Spätmittelalter natürlich) im Jahre 929, und seither war das alles teutsch, teutscher, am teutschesten" doch sehr, sehr relativiert. 937 war selbst von der Burg Meißen nicht mehr die Rede (bis in die 960er Jahre hinein), nachweislich ist deutscher Einfluß lediglich von der Saale bis zur Mulde, der späteren Grenze zwischen den Bistümern Meißen und Merseburg. Eine Zugehörigkeit der Milzener 937 zum ostfränkischen Reich oder auch nur eine Tributpflicht ist ausgeschlossen, aber auch für die Daleminzier nicht belegt. Die neuere Forschung geht für diese deutsche (ostfränkische) Frühzeit ohnehin lediglich von einem Tributsystem als Herrschaftsform aus - also keiner territorialen Eroberung. Für den Gau Nisan ist noch nicht einmal ein Tribut für die Zeit Heinrich I. oder Otto des Großen belegt. Unter beiden bildete die Burg Meißen der östlichste befestigte Punkt an der Elbe (noch im 11. Jahrhundert war Meißen die östliche Grenze des Elbzolles). Für Nisan hatte demzufolge das Markensystem Ottos keine Auswirkungen. MfG --Methodios 08:35, 24. Jul. 2017 (CEST)

"Wiederkehrende Vermutungen über Feldzüge Geros gegen die Milzener in der Oberlausitz[1] oder die Daleminzer im Gebiet um Meißen[2] lassen sich nicht anhand der Schriftquellen belegen." Gero#Feldzüge in den Südosten --Methodios 16:11, 25. Jul. 2017 (CEST)
Ich habs bis zu einem Beleg erst mal entfernt. --Methodios 21:21, 16. Jan. 2018 (CET)

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Stanislaw Rosik: Die Christianisierung der slawischen Stämme auf dem heutigen Gebiet der Lausitz. in: Heinz-Dieter Heimann, Klaus Neitmann, Uwe Tresp (Hrsg.): Die Nieder- und Oberlausitz – Konturen einer Integrationslandschaft, Bd. I: Mittelalter. (= Studien zur brandenburgischen und vergleichenden Landesgeschichte) Lukas, Berlin 2013 S. 57–62 hier S. 57 unter Berufung auf Thietmar II, 14, der die Milzener neben den Lusizi und den Selpuli jedoch nicht erwähnt. Früher bereits Otto von Heinemann: Markgraf Gero. Eine historische Monographie. Schwetschke und Sohn, Braunschweig 1860, S. 45.
  2. Gertraud Eva Schrage: Zur Siedlungspolitik der Ottonen. Untersuchungen zur Integration der Gebiete östlich der Saale im 10. Jahrhundert. In: Blätter für deutsche Landesgeschichte. Bd. 135, 1999, S. 189–268, S. 204 mit dem Hinweis, „dass aus der Zeit von 929 bis 968 überhaupt keine Nachrichten über Meißen vorliegen.“

[Bearbeiten] Löffler zu Nisan(i)

Die Brückenstadt, die Stadt am Strom, Dresden, von Teichen umgeben, entlehnte ihren Namen der alten slawischen Ansiedlung: Drezdany nannten sich die Bewohner der linkselbischen sumpfigen Niederung. Der Name der rechtselbischen Ansiedlung ist nicht überliefert. R. Michaelis vermutet in ihr den Namen Nisan oder Nisani, den der ganze Gau trug. Der ursprünglich slawische Gau Nisani erscheint erstmals 1013, und am Ende des 12. Jahrhunderts findet er sich unter Kaiser Barbarossa im Tafelgüterverzeichnis des Römischen Königs. Es umfaßte die Elbtallandschaft von oberhalb Meißen bis etwa Pirna. 1227 ist der Name letztmals belegt. (Löffler 9. Auflage 1989, S. 20) --Methodios 10:21, 3. Aug. 2017 (CEST)

[Bearbeiten] Verwüstung der Mark Meißen durch Vlasislav II.

Wegen Grenzstreitigkeiten mit der Markgrafschaft Meißen fiel Vlasislav II. in die Mark ein und und richtete Verwüstungen an. --Methodios 07:06, 10. Jan. 2019 (CET)

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