Christoph Sigismund Freiherr von Gutschmid

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Christoph Sigismund Freiherr von Gutschmid (* 14. Oktober 1762 in Dresden; † 7. Juni 1812 in Puławy, Polen) war ein Königlich Sächsischer Offizier, zuletzt im Rang eines Generalleutnants.

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Christoph Sigismund Freiherr von Gutschmid diente 1796 als Major im Krieg gegen Frankreich und war bis 1798 Berichterstatter von Militärangelegenheiten im sächsischen Generalstab. Während dieser Zeit wohnte er in der Großen Frauengasse 791 in der Dresdner Altstadt.[1] Danach kämpfte er als Generalmajor bei Wagram und wurde anschließend Mitglied der Kommission zur Reorganisation des sächsischen Heeres.

Gutschmid wurde 1812 im Königlich Sächsischen Hof- und Staatskalender als Generalleutnant und Kommandeur der Kavalleriedivison des sächsischen Heeres erwähnt und nahm im gleichen Jahr am Feldzug gegen Rußland teil, wo er aber schon zu Beginn an einer Krankheit in Pulawy in Polen starb.[2] Im 25. Band des Neuen Archives für Sächsische Geschichte und Altertumskunde von 1904 wird Gutschmid mehrmals für seine Verdienste gewürdigt.[3] Darin heißt es unter der Abhandlung von General von Thielmann, dass:

Im Zusammenhang mit dem Tod von Gutschmid beim Rußlandfeldzug heißt es weiter:

Auch ein Unterstützer Thielemanns, der Bürgermeister Heyme schrieb in einem seiner Briefe:

[Bearbeiten] Familie

Gottlieb August Freiherr von Gutschmid entstammte dem 1770 durch Kaiser Joseph in den erblichen Reichsfreiherrenstand erhobenen Adelsgeschlecht von Gutschmid.

Gottlieb August Freiherr von Gutschmid war der Sohn des Kurfürstlich Sächsischen Vizekanzlers und Kursächsischen Geheimen Kabinettsministers, Baron Christian Gotthelf von Gutschmid (* 12. Dezember 1721 in Kahren bei Cottbus; † 30. Dezember 1798 in Dresden) und dessen Ehefrau Karoline Marie Wilhelmine geb. Müller (* 3. Januar 1733 in Knauthain bei Leipzig; † 13. Juni 1801 in Kleinwolmsdorf bei Radeberg), Tochter des kursächsischen Kammerkonsulanten, Steuerprokuratoren und Leipziger Advokats Johann Wilhelm Müller (16971773) und Schwester des Leipziger Bürgermeisters Carl Wilhelm Müller (17281801). Gottlieb August hatte noch sieben Geschwister, vier Brüder und drei Schwestern, u.a.:

Christoph Sigismund Freiherr von Gutschmid heiratete am 9. September 1798 in Walda bei Großenhain Friederike Rudolfine Ursula Fischer (* 18. August 1777 in Walda bei Großenhain; † 22. Dezember 1858 in Dresden), Tochter des Juristen und kursächsischen Appellationsrates, Prof. Dr. jur. Friedrich August Fischer (17271787). Ihr Sohn, Hermann Otto Theodor Freiherr von Gutschmid (* 22. März 1800 in Dresden; † 10. Februar 1836), später Königlich Sächsischer Justizrat, heiratete seine Cousine, Luise Wilhelmine Freiin von Gutschmid (17971848), Tochter von Gottlieb August Freiherr von Gutschmid.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Dresden zur zweckmäßigen Kenntniß seiner Häuser und deren Bewohner 1799, Seite 177 auf adressbuecher.genealogy.net]
  2. Königlich Sächsischer Hof- und Staats-Kalender auf das Schaltjahr 1812, Leipzig, Weidmannsche Buchhandlung, Onlinefassung auf Google Books, S. 288
  3. Neues Archiv für Sächsische Geschichte und Altertumskunde, Herausg. Dr. Hubert Ermisch, Oberregierungsrat, 25. Band, Dresden 1904, Verlag Wilhelm Baensch, Onlineausgabe in archive.org
  4. a.a.O., S. 135f.
  5. Schlechte, Horst, „Gutschmid, Christian Gotthelf Freiherr von“, in: Neue Deutsche Biographie 7 (1966), S. 349, Onlinefassung, Genealogie Christian Gotthelf Freiherr von Gutschmid
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