Christian Karl Brescius

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Christian Karl Brescius, auch Christian Karl Brescius (* 7. November 1756 in Bautzen; † 24. März 1839 ebenda) war ein sächsischer Beamter, zuletzt als königlich-sächsischer Oberpostmeister in Bautzen.

[Bearbeiten] Familie

Christian Karl Brescius entstammte der Lausitzer Familie Brescius. Er war der Sohn des kaiserlicheb Post- und Kommissionsrats, kursächsischen Oberpostmeisters des Markgrafentums Oberlausitz in Bautzen, Karl Ehrenfried Brescius (* 1730 in Bautzen; † 1. Juli 1802 ebenda) und dessen Ehefrau Friederike Caroline Pöppelmann (* 1740 in Bautzen), Tochter des kaiserlichen Oberpostmeisters, Dr. jur. Christian Wilhelm Pöppelmann (17011782), der wiederum der jüngste Sohn des kursächsischen Oberlandbaumeisters Matthäus Daniel Pöppelmann war. Christian Karls Vater wurde am 3. Juli 1794 in den Reichsadelstand erhoben, "...mit dem Privilegium des unschädlichen Nichtgebrauches...", verwendete den Adelstitel aber nicht. Christian Karls Großvater väterlicherseits war der Jurist und Domstifts-Syndikus Johann Adamus Brescius (16851748). Wilhelm Gottfried hatte noch sechs Geschwister:

Christian Karl Brescius heiratete 1790 in Bautzen die Witwe des Bautzner Stadtarztes Dr. med. Christian Gotthold Feller (17551788),[1] Johanne Friederike verw. Feller geb. Rüde (* 28. August 1762; † 11. April 1831 in Bautzen), die Tochter des Bautzner Apothekers, Historikers und Rittergutsbesitzers Elias Rüde.[2] Christian Karl und Johanne Friederike Brescius hatten mindestens drei Kinder:

Der Sohn aus der ersten Ehe von Christian Karls Ehefrau, der spätere Oberamts-Regierungs-Advokat und Gerichtsdirektor Ludwig Gotthold August Feller wuchs ebenfalls in der Familie Brescius mit auf.[5]

[Bearbeiten] Leben und Wirken

Christian Karl Brescius wurde wie sein Vater Beamter im sächsischen Postwesen und wurde 1785 Vize-Oberpostmeister im Oberpostamt Budissin (heute Bautzen).[6] Als solcher ist er erstmals im "Churfürstlich-Sächsischen Hof- und Staats-Calender von 1786 verzeichnet.[7]

Nach dem 1802 erfolgten Tod seines Vaters wurde Brescius zum Oberpostmeister der Markgrafschaft Oberlausitz mit Sitz im Oberpostamt Bautzen ernannt.[8] Noch 1812 ist er im Amt als mittlerweiler königlich-sächsischer Oberpostmeister in Bautzen verzeichnet.[9]

Als in der Folge der Wikipedia:Napoleonische Kriege in den Wiener Verträgen die gesamte Niederlausitz und Teile der Oberlausitz an das Königreich Preußen fielen, da Sachsen mit Frankreich verbündet war, wurde Christian Karl schließlich in den Ruhestand geschickt. Im "königlich-sächsischen Hof-, Zivil- und Militärstaat" von 1819 ist Chistian Karl Brescius als Emeritus, d.h. als pensionierter Oberpostmeister zu Bautzen im nunmher zum Oberpostamt Leipzig gehörenden Postbezirk verzeichnet.[10]

Christian Karl Brescius war Mitglied der Ökonomischen Gesellschaft im Königreiche Sachsen, wo er u.a. als Sekretär des Vereins arbeitete. Auf der Hauptversammlung in Dresden, am 13. Mai 1828 erklärte er - neben anderen ehemaligen Mitgliedern - seinen Austritt als ordentlichen Mitglied dieser Gesellschaft. Brescius Position als Sekretär der Gesellschaft übernahm der bisherige Vizesekretär, der Oberamts-Advokat Holtzsch. In der Ökonomischen Gesellschaft beschäftigte sich Brescius mit dem Kartoffelanbau zwischen Bautzen und Kamenz in der Oberlausitz sowie mit dem Schutz anderer landwirtschaftlicher Erzeugnisse, so u.a. von Gemüse und Getreide. Er fand heraus, dass eine Maßnahme zum Schutz vor Pflanzenschädlingen das Bestreuen der Kopfkohlpflanze mit Kalk schützend sei. Er schrieb dazu:

Weiter führte er zu Erfahrungen bei der Ernte in der Oberlausitz aus:

Da sich Brescius durch "umsichtige Führung der Sekretariatsgeschäfte mannigfaltige Verdienste um den Verein erworben habe...", wurde er auf dieser Hauptversammlung 1828 in Dresden zum Ehrenmitglied der Ökonomischen Gesellschaft ernannt.[11]

Brescius Todesnachricht erschien in der Monatszeitschrift "Der Sächsischer Trompeter" von 1839.[12]

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Arzteblatt Sachsen 8/2008, Online-pdf auf www.slaek.de, S. 436f.
  2. Geschichte von Dahren und dessen Mühlen
  3. Nicht im Gothaischen Genealogischen Taschenbuch verzeichnet.
  4. Lausitzische Monatsschrift 1798, Digitalisat auf Google Books, S. 245
  5. Leipziger Zeitung, Digitalisat auf Google Books, S. 923, Todesanzeige für Johanne Friederike Brescius
  6. Datensatz auf digital.slub-dresden.de
  7. Churfürstlich-Sächsischer Hof- und Staatscalender auf das Jahr 1786, Digitalisat auf Google Books, S. 125
  8. Churfürstlich-Sächsischer Hof- und Staatscalender auf das Jahr 1803, Digitalisat auf Hathi Trust, S. 133
  9. Königlich-Sächsischer Hof- und Staats-Kalender auf das Schaltjahr 1812, Digitalisat auf Google Books, S. 151
  10. Königlich Sächsischer Hof-, Cuvil- und Militär-Staat, 1819, Digitalisat in der SLUB Dresden, S. 143
  11. Schriften und Verhandlungen der ökonomischen Gesellschaft im Königreiche Sachsen 1828, Digitalisat auf Google Books
  12. Der Sächsische Trompeter, Digitalisat auf Google Books, S. 80
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