Christian II.

Stadtwiki Dresden - Freiraum für Ideen und Wissen über Dresden
Wechseln zu: Navigation, Suche
Christian II.

(23. September 1583 Dresden - 23. Juni 1611 ebenda)

Christian II., Sohn von Christian I., war sächsischer Kurfürst von 1591 bis 1611. Er wurde für die rigide Durchsetzung eines orthodox-lutherischen Glaubens bekannt.

Seine Mutter, Sophie von Brandenburg, erzog ihn nach dem frühen Tod des Vaters nach Grundsätzen des strengsten Luthertums. Hinzu kamen die Einflüsse seines Vormundes Friedrich Wilhelm von Sachsen-Altenburg. Noch kurz vor dem Antritt von Christians Regentschaft am 28. September 1601 war der ehemalige Kanzler Nikolaus Krell hingerichtet worden. In der Folgezeit führte der Kurfürst den Religionseid auf die Konkordienformel, einen geistlichen Rat und 1602 eine neue Schulordnung ein.

Mit seiner einseitig auf Kaiser Rudolf ausgerichteten Politik isolierte Christian Sachsen nach außen, durch schlechtes Wirtschaften erhöhte er die Schuldenlast im Inneren. Wichtige innenpolitische Reformen waren die Appellationsgerichtsordnung vom 7. Oktober 1605 sowie die Verschmelzung des geistlichen Rates mit dem Meißner Konsistorium zum Oberkonsistorium von 1606. Im Übrigen interessierte sich der Kurfürst mehr für Jagd und Gelage statt für Politik; 1601 ließ er z. B. in der Dresdner Heide einen neuen Saugarten beim Ascherofen anlegen. Ums Leben kam er, als er nach der Jagd überhitzt größere Mengen kalten Bieres trank.

Weil er und seine Frau, Hedwig von Dänemark, kinderlos geblieben waren, folgte ihm sein Bruder Johann Georg I. in der Kur.

[Bearbeiten] Quellen

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge