Chopinstraße

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Kulturdenkmal Nr. 12
Straßenschild

Die Chopinstraße in Loschwitz war ursprünglich nur ein Fußweg parallel zur Bautzner Landstraße. Der frühere Besitzer der Gaststätte Weißer Adler, Fr. A. Fischer (siehe auch Ausführungen bei der Fischerstraße) ließ laut Unterlagen von 1877 diesen Weg bauen, um an sein Grundstück heranzukommen. 1894 gibt es dann einen Bauplan zum Ausbau des Weges einschließlich Bau der Straußstraße. Im Plan enthalten ist auch der Bau einer kurzen Verbindungsstraße zwischen der heutigen Chopinstraße und der Bautzner Landstraße. Mit Beschluß vom 7. April 1897 wird festgelegt, die neue Straße „Zur Ehrung des an dieser Straße angesessenen Herrn Geh. Reg. Rates Amtshauptmann von Thielau Thielau-Straße“ zu benennen. Ernst Florian von Thielau war auch Namensgeber für die Blasewitzer Thielaustraße. Laut Adressbuch von 1904 wohnte er in der damaligen Thielaustraße 12 (also in der heutigen Chopinstraße).

Die kurze Verbindung zur Bautzner Landstraße erhielt mit Beschluss vom 6. November 1901 die Bezeichnung Kurze Straße. Manchmal wurde sie auch als Querstraße bezeichnet.

Mit der Eingemeindung von Loschwitz und Blasewitz behielt die Thielaustraße in Blasewitz ihren Namen. In Loschwitz erfolgte ab 1. Juni 1926 die Umbenennung in Roosstraße. Heinrich Roos (gestorben 1774) war 1754 Besitzer des Gutes Weißer Hirsch, Oberlandweinmeister und Förderer des Ortes.

Weil es in Dresden (Wilsdruffer Vorstadt) bereits eine Kurze Straße gab, verlor die gleichnamige Straße in Loschwitz ihren Namen. Da die angrenzenden Grundstücke keinen Zugang zur damaligen Kurzen Straße hatten, verzichtete man wohl auf eine Umbenennung und fortan ist diese Straße ohne eigenen Namen. Auf Stadtplänen wird sie teilweise unter der Chopinstraße geführt.

Anlässlich des 100. Geburtstages von Fryderyk Chopin (1810-1849) erfolgte am 11. Oktober 1949 die Umbenennung der Roosstraße in Chopinstraße[1].

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[Bearbeiten] Quellen

  1. deutschsprachige Wikipedia: Fryderyk Chopin

[Bearbeiten] Weblinks

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