Café Prag

Stadtwiki Dresden - Freiraum für Ideen und Wissen über Dresden
Wechseln zu: Navigation, Suche
Café Prag
Innenansicht 1967
Eingangsbereich
Schriftzug

Das Café Prag war ein beliebtes Varieté und Café in der Innenstadt. Es befand sich an der Seestraße 10 am Altmarkt.

Das Café Prag wurde in den 1950er Jahren erbaut und 1956 eröffnet. Im Sommer öffneten zunächst Mokkastube und Schnellimbiss im Neubau, im Dezember folgte das Tanzcafé.[1] In den 1960er Jahren erlangte das Café Prag Bekanntheit als Varietétheater. Beim Publikum besonders beliebt waren die Auftritte der Conférenciers O. F. Weidling und Günther „Günthi“ Krause. Nach der politischen Wende nutzten eine Diskothek und ein Restaurant die Räumlichkeiten.

Seinen Namen verdankt das Café Prag (ebenso wie das Haus Altmarkt) der Dresdnerin Ingeborg Wlczek. Sie hatte im April 1956 einen Namenswettbewerb gewonnen, den Stadt, Chefarchitekt Herbert Schneider und die Sächsische Zeitung im Februar ausgeschrieben hatten.[2]

Von Mitte August 2012 bis Dezember 2013 baute die Patrizia Investmentmanagement GmbH das leerstehende Café zu einer Markthalle um. Auf etwa 4000 Quadratmetern entstanden rund 30 Marktstände, ein angrenzender Neubau im Innenhof beherbergt nun vor allem gastronomische Angebote. Die Umgestaltung planten die Dresdner Architekten Kretschmar + Dr. Borchers. Rund zehn Millionen Euro kostete der Bau.[3]

Die historischen Räume des Café Prag, etwa der Saal mit der Galerie zur Seestraße, blieben denkmalgerecht erhalten. Der breite Treppenaufgang wurde saniert. Auch ein Wandgemälde des Dresdner Malers Hans Kinder, das unter einer Abdeckung verborgen war, wurde wieder sichtbar gemacht und restauriert.

Weil die Stände im Erdgeschoss nicht so gut wie erwartet liefen, kündigte der Café-Prag-Betreiber, die Patroffice Markthalle Betriebs GmbH, im September 2015 den verbliebenen fünf Mietern. Auf der EG-Fläche von rund 700 Quadratmetern soll im Frühjahr 2016 ein Aposto-Restaurant eröffnen, das mediterrane Speisen anbietet.[4] Im September 2016 eröffnete in den Räumen eine Spielbank der Sächsischen Spielbanken GmbH. [5]

[Bearbeiten] Quellen

  1. Nora Domschke: Wie alt ist der Altmarktkeller wirklich? In: SZ 3.11.2017
  2. Bettina Klemm: „Wie ich Café Prag und Haus Altmarkt ihre Namen gab“. In: SZ 25.9.2013. Bettina Klemm: 90. Geburtstag im Café Prag. In: SZ 11.8.2014.
  3. Die 50er Jahre leben im Café Prag wieder auf. In: SZ 6.12.2013.
  4. Jana Mundus: Im Januar beginnt der Umbau im Café Prag. In: SZ 11.12.2015, S. 11
  5. Es werde mehr Licht am Café Prag In: SZ Online, 9.3.2017

[Bearbeiten] Weblinks

Meine Werkzeuge
Namensräume
Varianten
Aktionen
Navigation
Werkzeuge