Bahnhof Plauen

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die ehemaligen Bahnhofsgebäude, seit 2005 Glaswerkstatt
Dresden, Plauenscher Grund: Im Vordergrund die Felsenkellerbrauerei und der alte Bahnhof Plauen (rechter Bildrand) mit seinen Personenbahnsteigen. Hinter dem Bahnhof wartet die Straßenbahn der Überlandlinie 3 nach Freital
Blick in den Plauenschen Grund in Richtung Dresden-Plauen; gegenüber dem Aussichtsturm Hoher Stein und der ehemaligen Felsenkellerbrauerei. In der Bildmitte das alte Bahnhofsgebäude.

Der alte Plauener Bahnhof lag am Kilometerpunkt 3,82 der am 28. Juli 1855 eröffneten Albertbahn auf gleicher Höhe wie die parallel verlaufende Tharandter Straße und die später dort errichtete Überlandstraßenbahn (Linie 3) der Dresdner Verkehrsbetriebe. Der frühere Bahnhof hat heute die Adresse Tharandter Straße 101–103 und ist als Kulturdenkmal ausgewiesen.

[Bearbeiten] Lage und Geschichte

Direkt vor dem Bahnhof - aus Richtung Dresden, Böhmischer Bahnhof (später Hauptbahnhof) bzw. vom Albertbahnhof dem späteren Kohlenbahnhof kommend - gab es einen 57 Meter langen Eisenbahntunnel, der 1894/95 im Zuge des Streckenausbaus beseitigt wurde. Dabei musste beim Ausbau der Trasse stellenweise der Fels weggesprengt werden, um das Engtal der Weißeritz im Plauenschen Grund zu erweitern.

Der alte Bahnhof Plauen wurde 1859 eröffnet und lag mit seinen zwei Personenbahnsteigen oberhalb der Forsthausbrücke, der heutigen Hegereiterbrücke, in einer Rechtskurve, folgt man dem Verlauf der amtlichen Streckenmarkierung. Direkt am Bahnhof befand sich die bekannte Felsenkellerbrauerei, zu der Rangiergleise abzweigten.

Durch die Lage am Felsenkeller-Areal gab es einen für die damalige Zeit recht beschwerlichen und weiten Weg zu den eigentlichen Wohngebieten des damals noch selbstständigen Ortes Plauen. Selbst die Vorortzüge, u.a. der Windbergbahn, hielten aufgrund der wenigen Fahrgäste nur nach Bedarf. So überlegte man recht bald, den Bahnhof weiter zur Stadtmitte zu verlegen, besonders nachdem Plauen 1903 nach Dresden eingemeindet wurde und vor allem durch den Unternehmer Gottlieb Traugott Bienert und der durch ihn stark ausgebauten Bienertmühle einen erheblichen wirtschaftlichen Aufschwung genoss.

Es sollte aber selbst nach dem Tunnelabriss noch bis zum Aus- und Umbau der Strecke auf einen Hochdamm im Jahr 1923 dauern, bis man den neuen Haltepunkt Plauen - nun am Kilometer 2,92 der Strecke in Altplauen - erbaute. Dieser neue Haltepunkt wurde am 6. Januar 1926 eröffnet. Gleichzeitig wurde der alte Bahnhof Plauen geschlossen und das Bahnhofsgebäude einer anderen Nutzung überführt. Es ist heute noch erhalten und dient seit Jahren als Wohn- und Geschäftshaus. Anstelle des alten Bahnhofs Plauen wurde 1926 durch die damalige Deutsche Reichsbahn Gesellschaft die Blockstelle Felsenkeller errichtet.

[Bearbeiten] Heutige Nutzung

Seit 2005 hat der Glasermeister Thomas Körner seine Werkstatt- und Geschäftsräume in den ehemaligen Bahnhofsgebäuden, die er zuvor zwei Jahre lang nach eigenen Entwürfen umgebaut hatte.[1] Für die Neugestaltung der denkmalgeschützten Gebäude erhielt Körner 2010 den „Baupreis Plauen“.[2] Außerdem befindet sich im ehemaligen Bahnhof der Ausstellungsraum eines Tischlerateliers.

Von 2005 bis November 2009 war in den Räumen des früheren Bahnhofs auch das Ausstellungsprojekt "Kunstbahnhof Dresden", gegründet durch die Künstlerin Anke Binnewerg, beheimatet.[3]

Heute kann man den alten Bahnhof Plauen und das Gelände der Felsenkellerbrauerei auch über den Bienert-Wanderweg zu Fuß erreichen.

[Bearbeiten] Quellen und Literatur

  1. Wochenkurier 20.6.2012, S. 3
  2. http://www.anke-binnewerg.de/glaswerkstatt/profil.html
  3. http://www.anke-binnewerg.de/index.php?id=106

[Bearbeiten] Weblinks

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