Badergasse

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Die heute nicht mehr vorhandene Badergasse wurde im 16. Jahrhundert das Loch genannt, womit man aber nicht nur diese Gasse, sondern alle ihre wohl etwas tiefergelegenen Nachbargassen bis zur heutigen Kreuzstraße bezeichnete. Das Loch oder die Lochgasse begann am Altmarkt in Höhe der Galeriestraße und endete am Ausgang der Kleinen Frohngasse.

Der zwischen Altmarkt und Weiße Gasse liegende Teil trug im 18. Jahrhundert die Bezeichnung An der Badstube nach dem seit dem Ende des 15. Jahrhunderts bis 1863 dort befindlichen städtischen Rathsbaderei (Nr. 30[1]); der hintere, bei der Kleinen Frohngasse als Sackgasse endende Teil hieß damals auch noch das Loch, während der von hier abgehende ganz kurze Verbindungsweg nach der Moritzstraße den Namen Rokelorgäßchen (roquelaure hieß ein vom Herzog von Roquelaure 1715 eingeführter Regenrock) geführt haben soll[2]. Die Sackgasse (Loch) wurde auf einem Stadtplan von 1813 als Sack ausgewiesen (Haus Nr. 453).

Im zweiten Viertel des 19. Jahrhunderts wurde die Lochgasse dann Badergasse benannt, bis sie im Jahr 1885 in der König-Johann-Straße (heute Wilsdruffer Straße) aufging.

[Bearbeiten] Quellen

  1. Adreß- und Geschäftshandbuch der königlichen Haupt- und Residenzstadt Dresden, 1862
  2. Adolf Hantzsch: Namenbuch der Straßen und Plätze Dresdens. Baensch, Dresden 1905.
    Schriftenreihe Mitteilungen des Vereins für Geschichte Dresdens, 17/18., S. 10
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