Am Trachauer Bahnhof

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Am Trachauer Bahnhof, Blick zur Eisenbahnbrücke
Briefkopf der Firma Ernst Mäurich, 1928
Werbung für Tintenfabrik August Leonhardi, um 1910

Die Straße Am Trachauer Bahnhof in Trachau verbindet die Leipziger Straße mit der Industriestraße. Die zu Beginn des 20. Jahrhunderts als Zufahrt von der Leipziger Straße zum Eisenbahnhaltepunkt Trachau angelegte Straße trug von 1902 bis 1953 den Namen Bahnhofstraße. Da es aber im 1950 nach Dresden eingemeindeten Niedersedlitz schon eine Straße gleichen Namens gab, wurde sie im September 1953 in „Am Trachauer Bahnhof“ umbenannt.

Den Namen Bahnhofstraße hatte sie erhalten, weil am 1. Mai 1902 der Haltepunkt Trachau dem öffentlichen Personen- und Gepäckverkehr übergeben und so die langjährigen Bemühungen der Gemeinde um einen solchen an der 1839 eröffneten Ferneisenbahnstrecke Leipzig-Dresden zum Abschluss gebracht wurden.

Nach dem Bau der Eisenbahnbrücken Alttrachau/Wilder-Mann-Straße, Gaußstraße und Haltepunkt Trachau (alle 1898/99) wurde die Bahnhofstraße bis zur heutigen Industriestraße verlängert.

In der Folgezeit ließen sich an der Bahnhofstraße einige Unternehmen nieder, die nicht nur in Dresden, sondern auch darüber hinaus bekannt waren. Zu nennen sind die 1878 in Leipzig-Anger gegründete Turngerätefabrik des Robert Hermann Fechner, die Mitteldeutsche Kellerei-Maschinenfabrik des Ernst Mäurich und ein Werk der 1826 in Loschwitz gegründeten ersten deutschen Tintenfabrik „August Leonhardi AG“. Nach 1945 und bis Anfang der 1990er Jahre war letztere der Firmensitz des VEB Bürochemie Dresden „Barock“, der 1987 dem Kombinat ROBOTRON angeschlossen wurde.

Heute ist die Straße nicht nur aufgrund des Eisenbahnhaltepunktes und der Bushaltestelle, sondern auch wegen der Einkaufsmöglichkeiten (Fleisch- und Wurstwaren, Obst und Gemüse) und anderer Unternehmen (Autohaus, Schrott- und Getränkehandel, Kfz-Reparatur) stark frequentiert. Außerdem befinden sich in direkter Nähe zur Straße das am 5. August 1999 eröffnete Nahversorgungszentrum „Am Trachauer Bahnhof“ und das „Büro-, Schulungs- und Handwerker-Center Trachau“.

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