Alfred Thiele

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Grabmal Alfred Thieles im Ehrenhain des Heidefriedhofs
Namenstafel der ehem. Polytechnischen Oberschule "Alfred Thiele"

(13. Januar 1904 - 2. März 1934)

Alfred Thiele war KPD-Mitglied und Widerstandskämpfer. Der gelernte Tapezierer trat 1926 der KPD bei und gehörte der illegalen "Zelle Naußlitz" an. Im März 1933 verhaftete die Gestapo Alfred Thiele zum ersten Mal. Nach seiner Freilassung nahm er wieder Kontakt zu seinen Parteigenossen auf. "Im Jahre 1934, als ein großer Teil der illegalen KPD-Gruppe Naußlitz verhaftet wurde, fiel auch Alfred Thiele wieder in die Hände der Faschisten. Im Polizeipräsidium wurde er so grausam mißhandelt, daß ihn seine Angehörigen kaum erkannten, als er im Februar 1934 in das Löbtauer Krankenhaus eingeliefert" wurde. Am 2. März erlag er den Folgen der Misshandlungen und wurde am 10. März auf dem Löbtauer Friedhof beigesetzt.[1] Ein Vierteljahrhundert später, am 30. April 1959, wurde seine Urne wieder ausgehoben und nach dem Heidefriedhof überführt.[2]

Die Alfred-Thiele-Straße im Stadtteil Naußlitz erinnert an ihn. Zu DDR-Zeiten trug auch die spätere 38. Mittelschule den Namen Alfred Thieles. Auch die Sächsische Kunstarmfabrik auf der damaligen Otto-Buchwitz-Straße 93 trug seinen Ehrennamen[3].

[Bearbeiten] Quelle

  1. Museum für Geschichte der Stadt Dresden (Hrsg.): Biografische Notizen zu Dresdner Straßen und Plätzen, die an Persönlichkeiten aus der Arbeiterbewegung, dem antifaschistischen Widerstandskampf und dem sozialistischen Neuaufbau erinnern. Dresden 1976. S. 83.
  2. Auskunft vom Verband der Annenfriedhöfe, 7.7.2011
  3. Fernsprechbuch Bezirk Dresden, 1988
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